EM-Unternehmensanleihen mit Thomas Fischli
47 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Wochen
In dieser Episode spreche ich mit Thomas Fischli über Emerging
Market Corporate Bonds – ein Segment, das in vielen Portfolios
eine Rolle spielt, aber häufig mit Skepsis betrachtet wird.
Thomas erklärt, warum er ausgerechnet in der Finanzkrise 2008
einen reinen EM-Corporate-Fonds aufgelegt hat, welche
Fehlwahrnehmungen institutionelle Investoren besonders häufig
prägen und warum EM Corporates aus seiner Sicht transparenter und
besser analysierbar sind als klassische EM-Staatsanleihen. Ein
besonderer Fokus liegt auf der geopolitischen Verschiebung rund
um China sowie auf der These eines beginnenden
Rohstoff-Superzyklus – und was das für EM-Unternehmen und ihre
Anleihen bedeutet.
Takeaways
EM-Corporate-Bonds werden oft fälschlich als riskantes Asset
gesehen – dabei sind Unternehmensanleihen häufig transparenter
und bottom-up besser analysierbar als Staatsanleihen (Sovereigns)
Viele kleine, diversifizierte Einzeltitel-Entscheidungen
können idiosynkratische Risiken reduzieren und Drawdowns
begrenzen.
China ist kein „rotes Tuch“, sondern ein struktureller
Faktor: Als zweitgrößte Weltwirtschaft und dominanter
Kapitalmarkt beeinflusst China Indizes, Kapitalflüsse und
Investitionszyklen – selektiv und bewusst gemanagt, nicht
automatisch indexgetrieben.
Der Rohstoff-Superzyklus wirkt als Rückenwind: Energiewende,
Netzausbau, KI/Robotik und Batterie-Wertschöpfung erhöhen den
Bedarf an Metallen, Energie und Infrastruktur – viele EM-Länder
und -Unternehmen sind zentrale Profiteure über Export- und
Investitionskanäle.
Volatilität gehört zur Rendite: Krisen sind kein Argument
gegen EM, sondern der Moment, in dem Risikoprämien entstehen –
vorausgesetzt, Anleger investieren strategisch statt taktisch.
Fundamentaldaten haben sich verbessert: Thomas betont
niedrigeren Leverage vieler EM-Unternehmen im Vergleich zu
Industrieländern und sieht darin einen Kern der attraktiven
risikoadjustierten Renditen.
Diversifikation ist messbar: Die Beimischung von
EM-Corporates kann die Effizienz eines globalen Bond-Portfolios
verbessern (Verschiebung der Efficient Frontier).
Local Currency bleibt für ihn primär eine Währungswette;
Corporates bieten dagegen Carry plus Unternehmensfundamentals als
Renditetreiber.
Soundbite
“Krisen sind ein Teil der Rendite – nicht ihr Feind, sondern die
Chance.”
“China ignorieren heißt, den zweitgrößten Kapitalmarkt der Welt
auszublenden.”
Chapters
00:15 Einführung & Vorstellung Thomas Fischli
00:58 Warum 2008 der Startpunkt für EM-Corporates war
04:16 Das größte Missverständnis über EM-Unternehmensanleihen
06:10 EM Debt in drei Töpfen – und warum diese Sicht trügt
12:06 China, Geopolitik und Index-Gewichte: rotes Tuch oder Muss?
18:19 Commodity-Superzyklus: Treiber, Energie, KI und
Infrastruktur
22:56 Warum Rohstoffthemen auch für Corporate Bonds relevant sind
26:26 Krisen, Drawdowns und Anlegerdisziplin: Wie man durchhält
36:07 Sharpe Ratios, Marktgröße und Liquidität im
EM-Corporate-Universum
41:55 Drei Kernargumente für eine strategische Allokation
47:06 Abschluss
Keywords
Emerging Markets, Unternehmensanleihen, EM Corporate Bonds, Fisch
Asset Management, Diversifikation, aktives Management, China,
Geopolitik, Commodity-Superzyklus, Rohstoffe, Energiewende, KI,
Infrastruktur, Sharpe Ratio, Drawdown, Carry, Hard Currency,
Local Currency
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