Kirche und Macht: wie politisch ist die Religion? | mit Nora Bossong

Kirche und Macht: wie politisch ist die Religion? | mit Nora Bossong

36 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Religion ist immer auch politisch. Sie prägt Fragen von Autorität,
Legitimität und Gesellschaftsordnung. In dieser Folge des
Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der
preisgekrönten Schriftstellerin und Essayistin Nora Bossong über
den politischen Einfluss religiöser Deutungen in Vergangenheit und
Gegenwart. Ausgehend von Bossongs theologischer Ausbildung und
ihrer literarischen Arbeit diskutieren die beiden, warum religiöse
Narrative im politischen Raum wieder an Bedeutung gewinnen und wie
Kirche als Institution historisch wie heute in politische
Strukturen eingebunden ist. Im Zentrum stehen dabei auch
innerkirchliche Hierarchien und geschlechtsspezifische Ausschlüsse,
die bis heute fortwirken. Der Blick richtet sich zudem auf
internationale Entwicklungen, etwa den wachsenden Einfluss
religiöser Akteure in der US-amerikanischen Politik, sowie auf die
Frage, wie Religion als identitätsstiftende Ressource politisch
mobilisiert wird. In Bezug auf Bossongs Roman Reichskanzlerplatz
sprechen Schwanholz und Bossong außerdem über die Rolle der Kirche
im Nationalsozialismus und über ihre Verantwortung in der
Gegenwart. Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer Kräfte
diskutieren sie, welche Lehren aus der Geschichte zu ziehen sind
und welche Verantwortung religiöse Akteure heute tragen. Ein
Gespräch über Religion als politische Ressource, historische
Kontinuitäten und die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit
Glauben, Macht und Erinnerung umgehen.

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