Selbstregulation im Konflikt · Innere Sicherheit · Selbst-Rehabilitation

Selbstregulation im Konflikt · Innere Sicherheit · Selbst-Rehabilitation

Selbst-Rehabilitation – Innere Sicherheit finden in einer mehrdeutigen Welt
31 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
Selbst-Rehabilitation – Innere Sicherheit finden in einer
mehrdeutigen Welt

Gerade wenn du hochsensibel oder hochsensitiv bist, erlebst du
Situationen oft intensiver und differenzierter. Du nimmst
Zwischentöne wahr, Stimmungen, feine Verschiebungen im Gespräch
oder im Verhalten anderer. Und nicht selten bleiben mehrere
Deutungen nebeneinander stehen, ohne dass sich etwas klärt. Deine
eigene Wahrnehmung verschwindet nicht – sie findet nur keinen
eindeutigen Widerhall.


Was nach einem gedanklichen Thema klingt, wirkt für ein sensibles
Nervensystem häufig körperlich. Unruhe, innere Spannung oder
Stress entstehen nicht aus Unsicherheit, sondern aus fehlender
innerer Orientierung. Der Körper reagiert dort, wo äußere
Eindeutigkeit ausbleibt.


Diese Podcastfolge bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Sie
geht der Frage nach, warum mehrdeutige Situationen so belastend
sein können – und weshalb es dabei weniger um Recht oder Klärung
geht als um innere Ordnung. Wenn unterschiedliche Wahrheiten
nebeneinanderstehen, ohne sich aufzulösen, braucht es eine Form
der Stabilisierung, die nicht vom Außen abhängig ist.


Ein zentraler Begriff in diesem Zusammenhang ist epistemische
Ungerechtigkeit: die Erfahrung, dass die eigene Wahrnehmung, das
eigene Wissen oder Erleben nicht anerkannt, relativiert oder
übergangen wird. Diese Form der Ungerechtigkeit ist oft subtil.
Sie wirkt nicht laut, aber nachhaltig – und kann das Vertrauen in
die eigene Wahrnehmung erschüttern.


Hier setzt der Gedanke der Selbst-Rehabilitation an. Gemeint ist
keine Optimierung und kein Rückzug, sondern die bewusste
Wiederherstellung innerer Sicherheit, wenn sie durch
Mehrdeutigkeit, Unterstellungen oder ungelöste Spannungen
verloren gegangen ist. Selbst-Rehabilitation bedeutet, der
eigenen Wahrnehmung wieder einen festen Platz zu geben –
unabhängig davon, ob das Außen sich ordnet oder nicht.


Dabei spielt Selbstregulation eine zentrale Rolle. Der Körper
reagiert oft schneller als das bewusste Denken. Innere Sicherheit
entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Verortung. Durch
die Fähigkeit, bei sich zu bleiben, wenn äußere Klarheit fehlt.
Hochsensibilität wird dort zur Überforderung, wo diese Fähigkeit
fehlt – und zur Stärke, wo sie bewusst gelebt wird.


Diese Folge ist eine Einladung, innere Stabilität nicht im Außen
zu suchen, sondern als Fähigkeit zu verstehen. Als etwas, das
gelernt, geübt und gepflegt werden kann. Gerade in einer Welt,
die mehrdeutig bleibt.


Selbst-Rehabilitation ist kein Rückzug aus der
Wirklichkeit.
Sie ist Selbstführung. Und vielleicht eine der stillsten, aber
notwendigsten Formen von Lebenskunst.


Schau gerne auf meinem Blog vorbei:
https://www.lenaliteratur.de/blog ... weitere spannende Themen
rund um die Lebenskunst warten dort auf dich.


Herzlichst


Lena

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