#764 Warum KI im Strafverfahren keine Verteidigungsstrategie entwickeln kann
Grenzen der KI und warum menschliches Denken unverzichtbar bleibt
24 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
Was bleibt von juristischer Arbeit, wenn KI immer besser schreibt,
sortiert und plausibilisiert? Und wo liegen die Grenzen, die auch
durch Technik nicht verschwinden? In dieser Folge von «Mit 40i cha
mers mit de Tiger» sprechen Frank Renold und Duri Bonin über
künstliche Intelligenz im Berufsalltag und darüber, was das für
Juristerei, Strafverteidigung, Ausbildung und Entscheidungsfindung
bedeutet. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Podcastserie, die
Frank Renold gehört hat: «Back to the Future – KI nach dem Hype»,
in der Duri Bonin mit Patrick Arnecke (Data Scientist,
Statistisches Amt Kanton Zürich) über KI spricht. Frank greift
daraus Fragen auf, die ihn in seinem eigenen beruflichen Umfeld
beschäftigen: Was hilft heute konkret? Wo liegen Chancen, Grenzen
und notwendige Leitplanken – gerade für Wissensarbeit? Duri
übersetzt diese Fragen in die Juristerei. KI kann unterstützen,
aber sie ist fehleranfällig, bias-anfällig und produziert oft genau
das, was man hören will. Gerade im Strafverfahren wird das heikel:
Wer sich auf plausibel klingende Texte verlässt, riskiert taktische
Fehlentscheide. Entscheidend bleibt menschliche Kontrolle –
fachlich, prozessual und ethisch. Ein weiteres Thema ist die
Ausbildung: Wenn KI als allgegenwärtiger „Junior“ eingesetzt wird,
droht der Mittelbau wegzufallen. Lernen ohne Verstehen, Ergebnisse
ohne Denkprozess. Gleichzeitig öffnet sich ein Gegenbild: Wenn
Routine delegiert wird, könnte Raum entstehen für Beziehung,
Kreativität und echtes Denken jenseits der Vorlage. Am Ende weitet
sich der Blick: KI als Wahrscheinlichkeitsmaschine, Parallelen zur
Plausibilitätslogik im Gericht, soziale Distanz zwischen
Entscheidenden und Betroffenen – und die Frage, was an juristischer
Arbeit nicht automatisierbar ist. Darum geht es in dieser Episode -
KI im juristischen Alltag: Hilfe oder trügerische Autorität - Bias
und Bestätigungstendenzen bei KI-generierten Ergebnissen - KI als
Wahrscheinlichkeitsmaschine und Parallelen zur richterlichen
Plausibilisierung - Warum menschliche Kontrolle unverzichtbar
bleibt - KI als „Junior“: Qualitätsgewinn ja, Zeitgewinn nicht
zwingend - Risiken für Ausbildung und Nachwuchs: Lernen ohne
Verstehen - Justiz und Strafzumessung mit KI: Skepsis,
Datengrundlagen, Verantwortung - Warum KI keine Strafverteidigung
führen kann: Verfahren, Taktik, Soft Factors - Massschneidung statt
Anzug ab Stange: Einzelfall statt Standardantwort - Kreativität,
Beziehung, gemeinsames Denken als menschlicher Kern - «Denken
ausserhalb des Kopfes» und die Frage nach echter Neuerfindung -
Zukunftsoptimismus vs. Überrollungsgefühl im juristischen Beruf Ein
Zitat, das bleibt: «Ein KI wird nie eine Strafverteidigung führen
können.» Für wen ist diese Folge: Für Juristinnen und Juristen in
Strafverteidigung, Staatsanwaltschaft, Gerichten, Kanzleien und
Rechtsabteilungen, die KI bereits nutzen oder nutzen möchten. Für
alle, die sich fragen, wie Qualität gesichert, Nachwuchs
ausgebildet und Verantwortung getragen werden kann, wenn
Textproduktion billig wird – und Denken knapp. Die Podcasts "Auf
dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/
oder auf allen üblichen Plattformen zu hören . Dort einfach nach
'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
sortiert und plausibilisiert? Und wo liegen die Grenzen, die auch
durch Technik nicht verschwinden? In dieser Folge von «Mit 40i cha
mers mit de Tiger» sprechen Frank Renold und Duri Bonin über
künstliche Intelligenz im Berufsalltag und darüber, was das für
Juristerei, Strafverteidigung, Ausbildung und Entscheidungsfindung
bedeutet. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Podcastserie, die
Frank Renold gehört hat: «Back to the Future – KI nach dem Hype»,
in der Duri Bonin mit Patrick Arnecke (Data Scientist,
Statistisches Amt Kanton Zürich) über KI spricht. Frank greift
daraus Fragen auf, die ihn in seinem eigenen beruflichen Umfeld
beschäftigen: Was hilft heute konkret? Wo liegen Chancen, Grenzen
und notwendige Leitplanken – gerade für Wissensarbeit? Duri
übersetzt diese Fragen in die Juristerei. KI kann unterstützen,
aber sie ist fehleranfällig, bias-anfällig und produziert oft genau
das, was man hören will. Gerade im Strafverfahren wird das heikel:
Wer sich auf plausibel klingende Texte verlässt, riskiert taktische
Fehlentscheide. Entscheidend bleibt menschliche Kontrolle –
fachlich, prozessual und ethisch. Ein weiteres Thema ist die
Ausbildung: Wenn KI als allgegenwärtiger „Junior“ eingesetzt wird,
droht der Mittelbau wegzufallen. Lernen ohne Verstehen, Ergebnisse
ohne Denkprozess. Gleichzeitig öffnet sich ein Gegenbild: Wenn
Routine delegiert wird, könnte Raum entstehen für Beziehung,
Kreativität und echtes Denken jenseits der Vorlage. Am Ende weitet
sich der Blick: KI als Wahrscheinlichkeitsmaschine, Parallelen zur
Plausibilitätslogik im Gericht, soziale Distanz zwischen
Entscheidenden und Betroffenen – und die Frage, was an juristischer
Arbeit nicht automatisierbar ist. Darum geht es in dieser Episode -
KI im juristischen Alltag: Hilfe oder trügerische Autorität - Bias
und Bestätigungstendenzen bei KI-generierten Ergebnissen - KI als
Wahrscheinlichkeitsmaschine und Parallelen zur richterlichen
Plausibilisierung - Warum menschliche Kontrolle unverzichtbar
bleibt - KI als „Junior“: Qualitätsgewinn ja, Zeitgewinn nicht
zwingend - Risiken für Ausbildung und Nachwuchs: Lernen ohne
Verstehen - Justiz und Strafzumessung mit KI: Skepsis,
Datengrundlagen, Verantwortung - Warum KI keine Strafverteidigung
führen kann: Verfahren, Taktik, Soft Factors - Massschneidung statt
Anzug ab Stange: Einzelfall statt Standardantwort - Kreativität,
Beziehung, gemeinsames Denken als menschlicher Kern - «Denken
ausserhalb des Kopfes» und die Frage nach echter Neuerfindung -
Zukunftsoptimismus vs. Überrollungsgefühl im juristischen Beruf Ein
Zitat, das bleibt: «Ein KI wird nie eine Strafverteidigung führen
können.» Für wen ist diese Folge: Für Juristinnen und Juristen in
Strafverteidigung, Staatsanwaltschaft, Gerichten, Kanzleien und
Rechtsabteilungen, die KI bereits nutzen oder nutzen möchten. Für
alle, die sich fragen, wie Qualität gesichert, Nachwuchs
ausgebildet und Verantwortung getragen werden kann, wenn
Textproduktion billig wird – und Denken knapp. Die Podcasts "Auf
dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/
oder auf allen üblichen Plattformen zu hören . Dort einfach nach
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