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  4. Erinnerung: Morde an polnischen Kriegsgefangenen und Entwürdigung von Frauen und Mädchen in der Bodenseeregion
Reportage: Morde an polnischen Kriegsgefangenen und
Entwürdigung von Frauen und Mädchen in der Bodensee –
Region

(Hördauer insgesamt ca. 104 min)

30. Mai 1941: in Oberteuringen eilt die Nachricht von Haus zu
Haus: „Am Nachmittag wird ein Pole gehängt. Man kann die
Erhängung ansehen.“

Theodor Heilborn, Gendarmerie-Beamter in Oberteuringen, hat von
der Aktion erfahren, weil seine Tochter im Rathaus arbeitet. Er
berichtet später: „Ich habe von meiner Wohnung aus viele Leute
zur Hinrichtungsstätte hinströmen sehen und auch einen LKW oder
PKW, in dem der Pole zur Erhängungsstätte transportiert wurde.“3
Sogar Schulkinder sind unter den Neugierigen. Der Vater eines
Schülers ist Ortsgruppenleiter Vöhringer. Der Junge hat den
anderen Kindern erzählt, was geschehen soll. Darauf schwänzen die
Jungs den Nachmittagsunterricht und folgen den Erwachsenen zu
Kaplans Wäldle.

Eine Sonderkommission des Landeskriminalamts Ludwigsburg
untersuchte 1959, 18 Jahre später, die Hinrichtung von Alexander
Borowiec. Es handelte sich um ein „Ermittlungsverfahren gegen
Unbekannt wegen Mordes und Beihilfe zum Mord“, §§ 221 und 49
StGB.5 Bei den Ermittlungen vom 13. bis 19. Oktober 1959 stellten
die Beamten fest, dass während der Jahre 1941/1942 mehrere
polnische Kriegsgefangene in der Region Bodensee ohne
Gerichtsurteil hingerichtet wurden: in Oberteuringen, in
Madenreute bei Meckenbeuren, auf dem Hofgut Mückle bei
Langenargen.

„Am Nachmittag wird ein Pole gehängt. Man kann die
Erhängung ansehen.“

Alexander Borowiec, Mieczyslaw Grabowski, Eugen Pagacz, Ludwigk
Walaczynski, Josef Musial, Wladislaw Lenda, Jan Kobus, Gregor
Lisowskie, Wladislaw Sobolak

(Hördauer 10 Minuten)

Erkenntnisse der Ermittlungskommission

Die „Polenerlasse“ vom 8. März 1940

Die 10 Gebote für die Arbeitgeber der Polen, verboten waren

(Hördauer 29 Minuten)

Das Schicksal der in der Bodensee-Region denunzierten
Frauen

(Hördauer 35 Minuten)

Fortsetzung der Diskriminierung der Frauen in der
Nachkriegszeit

Salem/Mimmenhausen, Oberteuringen/ Bibruck, Unterteuringen,
Brochenzell bei Meckenbeuren, Madenreute bei Meckenbeuren,
Langenargen/ Oberdorf /Hofgut Mückle

(Hördauer 05 Minuten)

Die fehlenden Fälle der Ermittlungen der
Sonderkommission, betreffend die Exekutionen und Entwürdigung von
Frauen, die mit den Opfern in Zusammenhang gebracht
wurden

(Hördauer 09 Minuten)

Schicksal der Frauen 

Berta aus Kreenheinstetten

(Hördauer 03 Minuten)

Folgen für die Täter und ihre Helfer

(Hördauer 11 Minuten)

Gedenkorte für die Ermordeten

(Hördauer 06 Minuten)

Sprecher, Regie und Realisation Uwe Kullnick
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„Erinnerung: Morde an polnischen Kriegsgefangenen und Entwürdigung von Frauen und Mädchen in der Bodenseeregion“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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