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Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland

Thema heute:  ADAC Auswertung zeigt:
Fahrzeugbedienung führt zu immer mehr Ablenkung  Euro NCAP
passt Bewertungsschema an   

 

Foto: ADAC/Martin Hangen

Durch die fortschreitende Digitalisierung haben es
Autofahrer zunehmend schwer, ihr Fahrzeug intuitiv zu bedienen.
Das gilt besonders dann, wenn Funktionen im Menü des
Infotainmentsystems versteckt sind. Der ADAC bewertet im Rahmen
seiner Autotests die Bedienfreundlichkeit von Fahrzeugen. Eine
aktuelle Auswertung dieser Ergebnisse aus den vergangenen sieben
Jahren zeigt: Autofahrer werden immer mehr abgelenkt.

Im Jahr 2019 erhielten die Fahrzeuge im ADAC Autotest im Schnitt
die Note 2,3 im Kapitel Bedienung. Kein Kandidat war schlechter
als die Note 3,2. Im Jahr 2025 zeigt sich ein anderes Bild: Die
Durchschnittsnote ist mit 2,7 nur noch befriedigend, das
schlechteste Fahrzeug schnitt sogar nur mit einer 4,0 ab. Die
Zeitreihe zeigt eine klare Tendenz und ist nicht zufällig: Sie
steht im Zusammenhang mit der Einführung neuer und überwiegend
softwaregetriebener Bedienung, die sich auf Touchscreens mit
verschachtelten Menüstrukturen und Tasten ohne haptisches
Feedback konzentriert. Die Untersuchungen des ADAC zeigen: In
Fahrzeugen mit überwiegender Touchscreen-Bedienung verlängern
sich die Bedienzeiten und Autofahrer müssen sich stärker
konzentrieren, um eine Fehlbedienung zu verhindern oder eine
Funktion zu finden. In der Folge steigt die Ablenkung und damit
das Unfallrisiko.

Der ADAC reagiert im Rahmen des europäischen Programms für
Fahrzeugsicherheit Euro NCAP auf diese Entwicklung. Künftig
können Fahrzeuge nur noch dann die volle Punktzahl erhalten, wenn
bestimmte Funktionen durch einen sogenannten "Direct Physical
Input", also zum Beispiel als Knopf oder Schalter mit direktem
haptischen Feedback, zur Verfügung stehen. Diese Regel gilt für
Blinker, Warnblinker, Hupe, Scheibenwischer und eCall. Andere
Funktionen müssen mit einem oder zwei Schritten im Untermenü des
Fahrzeugs verfügbar sein.

Autofahrern rät der ADAC, dass sie sich vor der ersten Fahrt oder
nach einem Software-Update mit der Menüführung des Autos vertraut
machen. Das gilt besonders für Funktionen, die
sicherheitsrelevant sein können - etwa das Einschalten der
Lüftung für die Frontscheibe. Besonders bei Funktionen, die in
den Fahrzeugmenüs versteckt sind, kann sich auch der Einsatz der
Sprachassistenten-Funktion des Autos lohnen - sofern sich die
jeweilige Funktion darüber bedienen
lässt. Fahrzeughersteller sollten nach Meinung des ADAC die
softwaregetriebene Bedienung kritisch hinterfragen. Auch wenn es
für viele Funktionen nicht notwendig ist, kann ein eigener Knopf
oder Schalter sinnvoll sein.

 

 

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:

https://www.was-audio.de/aanews/autonews20260130_kvp.mp3
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„Autonews vom 30. Januar 2026“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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