Literatur #3: Gisela Elsner - Otto, der Großaktionär
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vor 4 Jahren
Wohlstand für Alle - Literatur Gisela Elsner ist die große
Außenseiterin des deutschen Literaturbetriebs: Nach ersten Erfolgen
in den 1960er Jahren und Auftritten bei der legendären Gruppe 47
schrieb Elsner zwar immer weiter, doch das Publikum für diese
bissige, grelle und radikallinke Literatur wuchs nicht. Mehr und
mehr zog sich Elsner aus der Öffentlichkeit zurück, immer bizarrer
muteten ihre seltenen Auftritte an, bis sie 1992 in München ihrem
Leben ein Ende setzte. Einige Jahre zuvor versuchte sie literarisch
noch einmal etwas Neues: Sie schrieb den Roman „Otto, der
Großaktionär“, in dem sie nicht wie sonst die Perspektive der
herrschende Klasse einnahm, sondern einen Arbeiter in den
Mittelpunkt rückte, der immerhin ganze fünf Aktien an dem Konzern
hält, für den er schuftet. Otto ist Arbeiter in einer
Ungeziefervertilgungsmittelfabrik, aber er zählt sich nicht zur
Arbeiterklasse, er meint der bürgerlichen Mitte anzugehören, denn
schließlich fährt auch er wie seine Vorgesetzten einen Mercedes,
wenn auch einen uralten, klapprigen. Zudem hat er die liberale
Ideologie – die erst später in Deutschland, in den 1980er Jahren
aber bereits in Großbritannien und in Amerika propagiert wurde –
völlig internalisiert: Jeder Bürger soll ein Aktionär sein, um am
Erfolg der Unternehmen partizipieren zu können. In der neuen Folge
von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang
M. Schmitt über Gisela Elsners bitterböse Satire. Literatur: Gisela
Elsner: Otto, der Großaktionär, Verbrecher Verlag. Ihr könnt uns
unterstützen - herzlichen Dank! Paypal:
https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole
Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996
12 BIC: MALADE51NWD Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang:
twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste:
https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app/
Außenseiterin des deutschen Literaturbetriebs: Nach ersten Erfolgen
in den 1960er Jahren und Auftritten bei der legendären Gruppe 47
schrieb Elsner zwar immer weiter, doch das Publikum für diese
bissige, grelle und radikallinke Literatur wuchs nicht. Mehr und
mehr zog sich Elsner aus der Öffentlichkeit zurück, immer bizarrer
muteten ihre seltenen Auftritte an, bis sie 1992 in München ihrem
Leben ein Ende setzte. Einige Jahre zuvor versuchte sie literarisch
noch einmal etwas Neues: Sie schrieb den Roman „Otto, der
Großaktionär“, in dem sie nicht wie sonst die Perspektive der
herrschende Klasse einnahm, sondern einen Arbeiter in den
Mittelpunkt rückte, der immerhin ganze fünf Aktien an dem Konzern
hält, für den er schuftet. Otto ist Arbeiter in einer
Ungeziefervertilgungsmittelfabrik, aber er zählt sich nicht zur
Arbeiterklasse, er meint der bürgerlichen Mitte anzugehören, denn
schließlich fährt auch er wie seine Vorgesetzten einen Mercedes,
wenn auch einen uralten, klapprigen. Zudem hat er die liberale
Ideologie – die erst später in Deutschland, in den 1980er Jahren
aber bereits in Großbritannien und in Amerika propagiert wurde –
völlig internalisiert: Jeder Bürger soll ein Aktionär sein, um am
Erfolg der Unternehmen partizipieren zu können. In der neuen Folge
von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang
M. Schmitt über Gisela Elsners bitterböse Satire. Literatur: Gisela
Elsner: Otto, der Großaktionär, Verbrecher Verlag. Ihr könnt uns
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Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996
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