Ep. 134: Die unsichtbare Hand (und was der Markt alles regelt)
31 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 3 Jahren
Wohlstand für Alle Die Metapher von der unsichtbaren Hand des
Marktes wird jeder schon einmal gehört haben. Diese Beschreibung
des Marktmechanismus geht auf den bedeutenden Ökonomen Adam Smith
zurück, der jedoch nur an wenigen Stellen seines umfangreichen
Werkes von der unsichtbaren Hand spricht. Smith war nicht nur
Wirtschaftstheoretiker, sondern auch Moralphilosoph. So kommt es
auch, dass in seiner moralphilosophischen Abhandlung „Theorie der
ethischen Gefühle“ die berühmte Metapher verwendet wird, um
Gerechtigkeitsfragen zu klären. Die große Ungleichheit
interessierte Smith, der schon avant la lettre einen
Trickle-Down-Effekt ausmachen will. Später wird Smith erneut von
der unsichtbaren Hand sprechen, wenn er in „Der Wohlstand der
Nationen“ beschreibt, wie am Markt zwar jeder an sich denkt und nur
seine Interessen durchsetzen will, jedoch alle davon profitieren.
Linke kritisieren dies oft, jedoch greift die Kritik nicht selten
zu kurz, wenn bloß das Funktionieren dieses Marktmechanismus
infrage gestellt wird – denn tatsächlich regelt der Markt vieles
effizient und gut. Problematisch ist aber, dass dieser Markt
keineswegs, wie Smith glaubt, allen gesellschaftlichen Bedürfnissen
dient. Die Kritik am Markt muss deshalb fundamentaler formuliert
werden. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der
neuen Folge von „Wohlstand für Alle“. Literatur: Adam Smith:
Theorie der ethischen Gefühle, Meiner. Adam Smith: Eine
Untersuchung über das Wesen und die Ursachen des Reichtums der
Nationen. Übersetzt und herausgegeben von Peter Thal,
Akademie-Verlag. Gegenstandpunkt: "Die Konkurrenz der
Kapitalisten", online verfügbar unter:
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/konkurrenz-kapitalisten-i#section7.
Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal:
https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole
Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996
12 BIC: MALADE51NWD
Marktes wird jeder schon einmal gehört haben. Diese Beschreibung
des Marktmechanismus geht auf den bedeutenden Ökonomen Adam Smith
zurück, der jedoch nur an wenigen Stellen seines umfangreichen
Werkes von der unsichtbaren Hand spricht. Smith war nicht nur
Wirtschaftstheoretiker, sondern auch Moralphilosoph. So kommt es
auch, dass in seiner moralphilosophischen Abhandlung „Theorie der
ethischen Gefühle“ die berühmte Metapher verwendet wird, um
Gerechtigkeitsfragen zu klären. Die große Ungleichheit
interessierte Smith, der schon avant la lettre einen
Trickle-Down-Effekt ausmachen will. Später wird Smith erneut von
der unsichtbaren Hand sprechen, wenn er in „Der Wohlstand der
Nationen“ beschreibt, wie am Markt zwar jeder an sich denkt und nur
seine Interessen durchsetzen will, jedoch alle davon profitieren.
Linke kritisieren dies oft, jedoch greift die Kritik nicht selten
zu kurz, wenn bloß das Funktionieren dieses Marktmechanismus
infrage gestellt wird – denn tatsächlich regelt der Markt vieles
effizient und gut. Problematisch ist aber, dass dieser Markt
keineswegs, wie Smith glaubt, allen gesellschaftlichen Bedürfnissen
dient. Die Kritik am Markt muss deshalb fundamentaler formuliert
werden. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der
neuen Folge von „Wohlstand für Alle“. Literatur: Adam Smith:
Theorie der ethischen Gefühle, Meiner. Adam Smith: Eine
Untersuchung über das Wesen und die Ursachen des Reichtums der
Nationen. Übersetzt und herausgegeben von Peter Thal,
Akademie-Verlag. Gegenstandpunkt: "Die Konkurrenz der
Kapitalisten", online verfügbar unter:
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/konkurrenz-kapitalisten-i#section7.
Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal:
https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole
Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996
12 BIC: MALADE51NWD
Weitere Episoden
18 Minuten
vor 1 Tag
41 Minuten
vor 4 Tagen
48 Minuten
vor 1 Woche
50 Minuten
vor 2 Wochen
11 Minuten
vor 3 Wochen
In Podcasts werben
Abonnenten
Hamburg
Kommentare (0)