Ep. 152: Bitte lächeln! Die Tücken der emotionalen Arbeit
28 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Jahren
Wohlstand für Alle Das freundliche Lächeln der Bedienung im
Restaurant, der interessierte Small Talk mit dem Barkeeper oder die
herzliche Fürsorge in der Pflege – all das ist wichtige
Gefühlsarbeit, die gerade in einer Dienstleistungsgesellschaft wie
der unseren einen hohen Stellenwert haben müsste. Jahrzehntelang
aber haben sich Wirtschaftswissenschaftler für Emotionsarbeit bzw.
„emotional labor“, wie es im Englischen heißt, kaum interessiert.
Erst in den 1980er-Jahren ändert sich das, nicht zuletzt wegen der
soziologischen Pionierforschung von Arlie Russell Hochschild, der
mit ihrem Buch „Das gekaufte Herz“ ein Bestseller gelang.
Hochschild setzt sich in ihrer Untersuchung mit den Gefühlswelten
von Flugbegleiterinnen auseinander. In qualitativen Interviews
erzählen diese, welche emotionalen Anforderungen an sie gestellt
werden. Heute spielt das Gefühlsmanagement eine immer wichtigere
Rolle, jedoch gibt es in dem Diskurs selbstverständlich
widerstreitende Interessen: Während die Unternehmerseite die
Gefühle der Angestellten möglichst effizient ausbeuten will, klagen
viele Angestellte wiederum darüber, dass der Job, für den sie ihre
Affekte kontrollieren oder gezielt einsetzen müssen, zu einer
Belastung werden kann. Manche sehnen sich danach, sich nicht länger
mehr verstellen zu müssen – allerdings ist auch ein Ruf nach echten
Gefühlen mit Vorsicht zu genießen. Manchmal kann eine gewisse
Distanz und kann eine Vortäuschung von falschen Gefühlen befreiend
sein und vor Verletzungen schützen. In der neuen Folge von
„Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt
über Emotionsarbeit. Literatur: Erving Goffman: Wir alle spielen
Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag, Piper. Arlie Russell
Hochschild: Das gekaufte Herz. Die Kommerzialisierung der Gefühle,
Campus. Daniela Rastetter: Zum Lächeln verpflichtet. Emotionsarbeit
im Dienstleistungsbereich, Campus. Ihr könnt uns unterstützen -
herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang
Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle
IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon:
https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady:
https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole:
twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die
gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
Restaurant, der interessierte Small Talk mit dem Barkeeper oder die
herzliche Fürsorge in der Pflege – all das ist wichtige
Gefühlsarbeit, die gerade in einer Dienstleistungsgesellschaft wie
der unseren einen hohen Stellenwert haben müsste. Jahrzehntelang
aber haben sich Wirtschaftswissenschaftler für Emotionsarbeit bzw.
„emotional labor“, wie es im Englischen heißt, kaum interessiert.
Erst in den 1980er-Jahren ändert sich das, nicht zuletzt wegen der
soziologischen Pionierforschung von Arlie Russell Hochschild, der
mit ihrem Buch „Das gekaufte Herz“ ein Bestseller gelang.
Hochschild setzt sich in ihrer Untersuchung mit den Gefühlswelten
von Flugbegleiterinnen auseinander. In qualitativen Interviews
erzählen diese, welche emotionalen Anforderungen an sie gestellt
werden. Heute spielt das Gefühlsmanagement eine immer wichtigere
Rolle, jedoch gibt es in dem Diskurs selbstverständlich
widerstreitende Interessen: Während die Unternehmerseite die
Gefühle der Angestellten möglichst effizient ausbeuten will, klagen
viele Angestellte wiederum darüber, dass der Job, für den sie ihre
Affekte kontrollieren oder gezielt einsetzen müssen, zu einer
Belastung werden kann. Manche sehnen sich danach, sich nicht länger
mehr verstellen zu müssen – allerdings ist auch ein Ruf nach echten
Gefühlen mit Vorsicht zu genießen. Manchmal kann eine gewisse
Distanz und kann eine Vortäuschung von falschen Gefühlen befreiend
sein und vor Verletzungen schützen. In der neuen Folge von
„Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt
über Emotionsarbeit. Literatur: Erving Goffman: Wir alle spielen
Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag, Piper. Arlie Russell
Hochschild: Das gekaufte Herz. Die Kommerzialisierung der Gefühle,
Campus. Daniela Rastetter: Zum Lächeln verpflichtet. Emotionsarbeit
im Dienstleistungsbereich, Campus. Ihr könnt uns unterstützen -
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