Ep. 166: Auschwitz und die IG Farben
27 Minuten
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vor 3 Jahren
Wohlstand für Alle Die NS-Wirtschaft ist nicht leicht zu
analysieren, denn sie war kein reiner Kapitalismus. Zwar hatten
sich früh die meisten deutschen Industriellen mit dem Hitler-Regime
verbündet, nicht zuletzt, um so vor dem Kommunismus geschützt zu
werden, doch ging es Hitler von Beginn seiner Machtübernahme im
Jahr 1933 darum, das Land in den Krieg zu führen, weil er besessen
von der Gewinnung von „Lebensraum“ war. Auch die
Konzentrationslager waren teils kapitalistisch organisiert, jedoch
auf eigenartige Weise. Der vielleicht interessanteste Fall ist der
des Konzentrationslagers Auschwitz III in Monowitz. Es wurde von
dem Chemiekonzern IG Farben betrieben, hergestellt werden sollte –
aufgrund der Knappheit von Naturkautschuk – synthetischer Kautschuk
mit dem Namen Buna. Eingesetzt für die Errichtung des Werks wurden
KZ-Häftlinge, sie sollten auch später den künstlichen Kautschuk
produzieren und wurden von der SS gegen einen Betrag an die IG
Farben verliehen. Jedoch war dies nicht allein eine moderne
Variante von Sklavenarbeit, denn zugleich lässt sich am Fall von
Auschwitz III die Vernichtung durch Arbeit beobachten. Analysiert
man die ökonomische Struktur dieses Lagers, stellt sich heraus,
dass diese Form des Wirtschaftens nicht nur menschenschindend und
tödlich, sondern außerdem auch unrentabel war. Mehr dazu von Ole
Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand
für Alle“. Literatur: Wolfgang Sofsky: Die Ordnung des Terrors. Das
Konzentrationslager, S. Fischer. Bernd C. Wagner: IG Auschwitz.
Zwangsarbeit und Vernichtung von Häftlingen des Lagers Monowitz
1941-1945, K. G. Saur Verlag. Ihr könnt uns unterstützen -
herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang
Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle
IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon:
https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady:
https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole:
twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die
gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
analysieren, denn sie war kein reiner Kapitalismus. Zwar hatten
sich früh die meisten deutschen Industriellen mit dem Hitler-Regime
verbündet, nicht zuletzt, um so vor dem Kommunismus geschützt zu
werden, doch ging es Hitler von Beginn seiner Machtübernahme im
Jahr 1933 darum, das Land in den Krieg zu führen, weil er besessen
von der Gewinnung von „Lebensraum“ war. Auch die
Konzentrationslager waren teils kapitalistisch organisiert, jedoch
auf eigenartige Weise. Der vielleicht interessanteste Fall ist der
des Konzentrationslagers Auschwitz III in Monowitz. Es wurde von
dem Chemiekonzern IG Farben betrieben, hergestellt werden sollte –
aufgrund der Knappheit von Naturkautschuk – synthetischer Kautschuk
mit dem Namen Buna. Eingesetzt für die Errichtung des Werks wurden
KZ-Häftlinge, sie sollten auch später den künstlichen Kautschuk
produzieren und wurden von der SS gegen einen Betrag an die IG
Farben verliehen. Jedoch war dies nicht allein eine moderne
Variante von Sklavenarbeit, denn zugleich lässt sich am Fall von
Auschwitz III die Vernichtung durch Arbeit beobachten. Analysiert
man die ökonomische Struktur dieses Lagers, stellt sich heraus,
dass diese Form des Wirtschaftens nicht nur menschenschindend und
tödlich, sondern außerdem auch unrentabel war. Mehr dazu von Ole
Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand
für Alle“. Literatur: Wolfgang Sofsky: Die Ordnung des Terrors. Das
Konzentrationslager, S. Fischer. Bernd C. Wagner: IG Auschwitz.
Zwangsarbeit und Vernichtung von Häftlingen des Lagers Monowitz
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