Ep. 291: Ist Wählen verkehrt? Die Demokratie-Kritik des GegenStandpunkt
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vor 11 Monaten
Wohlstand für Alle „Egal, welche Partei, Hauptsache, Sie gehen
wählen!“, lautete jahrzehntelang die Wahlempfehlung, auf die sich
alle einigen konnten. Bei der vergangenen Bundestagswahl war die
Wahlbeteiligung erstaunlich hoch: 82,5 der Berechtigten schritten
zur Urne. Inzwischen wird der Aufruf zum Wählengehen eingeschränkt,
indem man dazu animiert, eine „demokratische Partei“ zu wählen. Was
aber, wenn es generell verkehrt ist, seine Stimme abzugeben? Diesen
kontraintuitiven Ansatz verfolgte die Marxistische Gruppe, die sich
aufgrund von Beobachtungen durch den Verfassungsschutz in den
1990er-Jahren auflöste. Dennoch sind einige Mitglieder bis heute
publizistisch tätig, wenn auch anonym und als Kollektiv durch die
Vierteljahreszeitschrift „Gegenstandpunkt“. Darin wird die
Demokratie als perfekte Form bürgerlicher Herrschaft bezeichnet –
was nicht als Lob gemeint ist. Keineswegs gehe, wie in der Regel
betont wird, die Staatsgewalt vom Volke aus. Wählen, so die
Schlussfolgerung, sei letztlich verkehrt, weil die Wähler in ihre
Unterordnung einwilligen und in allen relevanten Fragen des
gesellschaftlichen Lebens gerade nicht souverän sind. Mehr zu
dieser marxistischen Demokratiekritik in der neuen „Wohlstand für
Alle“-Folge von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt! WERBUNG: Hier
geht es zum Podcast "Geschichte wird gemacht":
https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/podcast-geschichte-wird-gemacht-53839.htm
#boeckler150-Seite:
https://www.boeckler.de/de/hans-boeckler-wird-150.htm Kurz-Film:
https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/mitbestimmung-geschichte-der-erfolge-und-niederlagen-55345-hans-boeckler-66532.htm
Comic: https://www.boeckler.de/data/Comic.pdf Literatur: Peter
Decker (Hrsg.): Demokratie. Die perfekte Form bürgerlicher
Herrschaft, GegenStandpunkt Verlag. Robert Michels: Zur Soziologie
des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über
die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens, Alfred Kröner
Verlag. Veranstaltungen: Wolfgang ist am 20. März in Reutlingen:
https://www.keb-rt.de/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/25-1-02Z01/kursname/Kino%20anders%20gedacht%20131.%20MuT-Zeitgespr%E4ch%20mit%20Wolfgang%20M%20Schmitt/
Wolfgang ist am 25. März in Duisburg:
https://filmforum.de/filme/rashomon-41834/ Ole ist am 14. April in
Berlin:
https://renaissance-theater.de/produktion/jakob-augstein-im-gespraech-5/
wählen!“, lautete jahrzehntelang die Wahlempfehlung, auf die sich
alle einigen konnten. Bei der vergangenen Bundestagswahl war die
Wahlbeteiligung erstaunlich hoch: 82,5 der Berechtigten schritten
zur Urne. Inzwischen wird der Aufruf zum Wählengehen eingeschränkt,
indem man dazu animiert, eine „demokratische Partei“ zu wählen. Was
aber, wenn es generell verkehrt ist, seine Stimme abzugeben? Diesen
kontraintuitiven Ansatz verfolgte die Marxistische Gruppe, die sich
aufgrund von Beobachtungen durch den Verfassungsschutz in den
1990er-Jahren auflöste. Dennoch sind einige Mitglieder bis heute
publizistisch tätig, wenn auch anonym und als Kollektiv durch die
Vierteljahreszeitschrift „Gegenstandpunkt“. Darin wird die
Demokratie als perfekte Form bürgerlicher Herrschaft bezeichnet –
was nicht als Lob gemeint ist. Keineswegs gehe, wie in der Regel
betont wird, die Staatsgewalt vom Volke aus. Wählen, so die
Schlussfolgerung, sei letztlich verkehrt, weil die Wähler in ihre
Unterordnung einwilligen und in allen relevanten Fragen des
gesellschaftlichen Lebens gerade nicht souverän sind. Mehr zu
dieser marxistischen Demokratiekritik in der neuen „Wohlstand für
Alle“-Folge von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt! WERBUNG: Hier
geht es zum Podcast "Geschichte wird gemacht":
https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/podcast-geschichte-wird-gemacht-53839.htm
#boeckler150-Seite:
https://www.boeckler.de/de/hans-boeckler-wird-150.htm Kurz-Film:
https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/mitbestimmung-geschichte-der-erfolge-und-niederlagen-55345-hans-boeckler-66532.htm
Comic: https://www.boeckler.de/data/Comic.pdf Literatur: Peter
Decker (Hrsg.): Demokratie. Die perfekte Form bürgerlicher
Herrschaft, GegenStandpunkt Verlag. Robert Michels: Zur Soziologie
des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über
die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens, Alfred Kröner
Verlag. Veranstaltungen: Wolfgang ist am 20. März in Reutlingen:
https://www.keb-rt.de/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/25-1-02Z01/kursname/Kino%20anders%20gedacht%20131.%20MuT-Zeitgespr%E4ch%20mit%20Wolfgang%20M%20Schmitt/
Wolfgang ist am 25. März in Duisburg:
https://filmforum.de/filme/rashomon-41834/ Ole ist am 14. April in
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https://renaissance-theater.de/produktion/jakob-augstein-im-gespraech-5/
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