Literatur #51: Heinrich Mann – Im Schlaraffenland

Literatur #51: Heinrich Mann – Im Schlaraffenland

11 Minuten

Beschreibung

vor 10 Monaten
WfA-Literatur Heinrich Mann liebäugelte im Gegensatz zu seinem
jüngeren Bruder Thomas Mann nie mit dem Deutschnationalen und
Konservativen. Er setzte sich in dem Roman „Der Untertan“ kritisch
mit dem Militär und dem deutschen Obrigkeitsdenken auseinander und
in „Professor Unrat“ wendet er sich gegen die bürgerliche
Doppelmoral, während er mit seinem ersten großen Roman „Im
Schlaraffenland“ nicht nur den börsengetriebenen Kapitalismus,
sondern auch den Habitus der Reichen und den Opportunismus der
Literaten und Journalisten aufs Korn nimmt. In dem satirischen
Roman geht der junge Provinzler Andreas Zumsee nach Berlin, weil er
von einer Karriere als Schriftsteller träumt. Schnell stellt er
Kontakte zu Zeitungen her, bald wird er ins Haus des
Börsenspekulanten Türkheimer eingeladen, wo er auch auf die Gattin
Adelheid trifft, mit der er eine lukrative Affäre beginnen wird.
Sein Aufstieg vollzieht sich nun rasant. Heinrich Mann zeigt eine
Welt der Spekulation, bei der sowohl die Börsianer als auch die
Künstler mit dem Nichts jonglieren. Dabei persifliert Mann den
Bildungsroman und macht daraus einen Anpassungsroman. In der neuen
Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und
Wolfgang M. Schmitt über die Satire. Literatur: Heinrich Mann: Im
Schlaraffenland. Ein Roman unter feinen Leuten, S. Fischer. Unsere
Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon
hören. Vielen Dank! Apple Podcasts:
https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723
Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady:
https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

MichisWelt
Hamburg
15
15