Literatur 52: Gerhart Hauptmann – Die Weber

Literatur 52: Gerhart Hauptmann – Die Weber

17 Minuten

Beschreibung

vor 9 Monaten
WfA-Literatur Gerhart Hauptmanns Drama „Die Weber“ sorgt bei seiner
Uraufführung im Jahre 1894 in Berlin für Furore. Erstmalig wurde
die Masse selbst zum Helden auf der Bühne. Das Publikum war außer
sich: Revolutionsstimmung inmitten des bürgerlichen Theaters! Bis
heute hat das soziale Drama seine Wirkmacht nicht verloren.
Orientierte sich Hauptmann an realen Ereignissen, nämlich dem
Weber-Aufstand von 1844 in Schlesien, spricht das Stück dennoch zu
uns in der Gegenwart, wenn beispielsweise der Unternehmer Dreißiger
sich weigert, Löhne zu zahlen, von denen man leben kann. Die
unseligen Debatten um die Aufstocker kommen einem in den Sinn. Die
Weber werden nicht nur vom Kapital, sondern auch von religiöser
Ideologie beherrscht: Der Pastor schert sich nicht um die soziale
Frage, sondern vertröstet das darbende Volk auf das Himmelreich.
Auch diese Ideologieproduktion kennen wir, wenngleich sie heute
nicht nur von der Kirche stammt. In der neuen Folge von „Wohlstand
für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt
über diesen revolutionären Klassiker der Theatergeschichte!
Literatur: Gerhart Hauptmann: Die Weber, S. Fischer Verlag. Unsere
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