Ep. 321: Nudging – neoliberal oder notwendig?

Ep. 321: Nudging – neoliberal oder notwendig?

1 Stunde 3 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten

Die neoklassische Wirtschaftslehre geht bekanntlich vom Homo
oeconomicus aus, der rationale Entscheidungen trifft. Die
Wirklichkeit sieht häufig anders aus. Wir handeln nicht selten
gegen unsere Vernunft, lassen uns zu Handlungen verlocken, die
kurzfristig Genuss, langfristig aber Frust bringen oder auch sehr
viel Geld kosten können.


Die Verhaltensökonomie geht deshalb über ein simples Anreizsystem
hinaus und versucht, die Menschen zum richtigen Handeln
anzustupsen. “Nudge” heißt das Wort, das 2008 schlagartig die
Runde machte, als Richard H. Thaler und Cass R. Sunstein ihr
gleichnamiges Buch publizierten. Nudging bezeichnet gezielte
Veränderungen der Entscheidungsumgebung, ohne Zwang und ohne
finanzielle Anreize.


Stattdessen setzen die Autoren auf einen liberalen Paternalismus:
Er lässt die individuelle Entscheidungsfreiheit bewusst bestehen
und rechtfertigt zurückhaltende Eingriffe, die es den Menschen
leichter machen, bessere Entscheidungen zu treffen.


Ist das einfach ein neoliberales Modell oder lässt sich dieses
Konzept auch für eine linke Politik produktiv Machen? Darüber
diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen
Ausgabe von “Wohlstand für Alle”!





Literatur:


Richard H. Thaler, Cass R. Sunstein: Nudge. Wie man kluge
Entscheidungen anstößt, Econ.





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