#83 | Neue Alzheimertherapie – ein echter Gamechanger?

#83 | Neue Alzheimertherapie – ein echter Gamechanger?

33 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen

Alzheimer galt lange als Erkrankung, deren Verlauf kaum
beeinflussbar ist. Doch das hat sich geändert: Seit dem
vergangenen Herbst stehen auch in Österreich zwei neue
medikamentöse Therapien zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf
im frühen Stadium um rund 30 Prozent verlangsamen können. Das
entspricht etwa sechs bis sieben Monaten gewonnener Zeit.


Die Wirkstoffe Lecanemab und Donanemab greifen direkt in den
Krankheitsprozess von Alzheimer ein und zählen damit zu den
ersten Therapien, die den Verlauf der Erkrankung tatsächlich
verzögern können.


In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Univ.-Ass. Dr. Stephan
Seiler, Leiter der Demenzambulanz an der Univ.-Klinik für
Neurologie, darüber, warum diese neuen Medikamente als echter
Gamechanger in der Alzheimerbehandlung gelten und was dieser
Fortschritt konkret für Betroffene und Angehörige bedeutet.
Weiters erklärt Dr. Seiler, warum eine frühe Diagnose
entscheidend für den Einsatz der neuen Therapien ist und welche
Risiken es gibt. Auch wenn eine Behandlung mit einem der beiden
neuen Medikamente nicht infrage kommt, gibt es viele verschiedene
Therapien, um mit der Erkrankung lange gut zu leben.


Denn ein nachlassendes Gedächtnis muss nicht zwangsläufig sofort
mit dem Verlust von Lebensqualität oder Selbstbestimmung
einhergehen. Eines betont Seiler: So groß der Fortschritt auch
ist – eine Heilung der Alzheimer-Erkrankung ist nach wie vor
nicht möglich.





LKH-Universitätsklinikum Graz


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