#106 Automotive Software Stack neu gedacht — mit Stefan Nürnberger

#106 Automotive Software Stack neu gedacht — mit Stefan Nürnberger

Wie die deutsche & europäische Automobilindustrie wieder handlungsfähig werden könnte
31 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
In dieser Folge von Digital4Leaders spricht Jan Veira mit Stefan
Nürnberger, Gründer und CEO von Veecle, über eines der drängendsten
Themen der europäischen Industrie: die Zukunft der
Automotive‑Software. Stefan bringt langjährige Erfahrung aus
Forschung, Cyber Security und der Zusammenarbeit mit
Automobilherstellern mit – und einen bemerkenswert optimistischen
Blick auf eine Branche, die häufig nur mit Problemen in Verbindung
gebracht wird. Im Gespräch beleuchten Jan und Stefan zunächst die
historische Entwicklung der Fahrzeugsoftware und warum moderne
Fahrzeuge heute Millionen Zeilen Code enthalten. Sie diskutieren,
wie es zu den hochkomplexen, fragmentierten Systemlandschaften in
deutschen OEMs kommen konnte und weshalb Hersteller wie Tesla oder
aufstrebende chinesische Marken mit softwarezentrierten
Architekturen große Vorteile haben. Stefan erklärt offen, warum es
in Europa an Softwarekompetenz mangelt, welche Auswirkungen das auf
Absatz und Wettbewerbsfähigkeit hat und welche organisatorischen
und kulturellen Hürden den Wandel zusätzlich erschweren. Im Kern
der Folge steht jedoch die Frage, wie der
Softwareentwicklungsprozess im Automotive‑Bereich neu gedacht
werden kann. Stefan zeigt, warum virtuelle Entwicklungsumgebungen,
hardwareunabhängige Architekturen und radikale Vereinfachung echte
Game‑Changer sind – und weshalb genau diese Ansätze Europa wieder
in die Lage versetzen könnten, konkurrenzfähig zu werden.
Gleichzeitig betont er die vorhandenen Stärken europäischer OEMs
sowie Produktivitätshebel, die bisher kaum genutzt werden.
Abgerundet wird das Gespräch durch eindrucksvolle Beispiele
aktueller Softwareinnovationen – von BMWs neuer zentraler
Architektur bis hin zu faszinierenden Effizienzgewinnen bei
Rivian‑basierten Amazon‑Fahrzeugen. Am Ende wird klar:
Software‑First ist kein Trend, sondern die Grundlage einer neuen
automobilen Realität.

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