"Wiener Erinnerungsarchitektur und die Wiederkehr des Judenhasses" - eine Rezension von Silvio Barta - Literaturkritik.de
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vor 1 Monat
"Wiener Erinnerungsarchitektur und die Wiederkehr des
Judenhasses" - eine Rezension von Silvio Barta -
Literaturkritik.de. Olaf Links „Geschichte(n) der Juden und
Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938“ zeigt, wie
Veränderung Ängste schürt und Judenhass mobilisiert
(Hördauer 12 min)
Wien ist eine Stadt, die Erinnerung als Architektur baut, in
Fassaden, Institutionen, Familiennamen – und in den Baulücken,
die Vertreibung hinterlässt. Lange bevor Österreich Österreich
hieß, setzt Olaf Links Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in
Wien zwischen 1848 und 1938 zu einem historischen Vorspann an,
Ostarrichi um das Jahr 1000. Entlang der Monarchen – beginnend
bei Leopold I. aus dem Haus Babenberg – verdichtet sich in den
Porträts von Herrschern und Befehlshabern ein wiederkehrendes
Muster: ein Wechselbad aus Duldung und Ablehnung des Judentums,
aus pragmatischer, für beide Seiten gewinnbringender Kooperation
und immer neuen Wellen der Verfolgung. Phasen, in denen jüdisches
Leben als ökonomisch und kulturell „nützlich“ gilt, kippen in
Abwehr, Stigmatisierung und Gewalt. Dieses Spannungsverhältnis
prägt das Zusammenleben von Menschen jüdischen und nichtjüdischen
Glaubens in vielen europäischen Städten seit über tausend Jahren.
Doch hier wird es als Wiener Geschichte erzählt. …“
Eine Rezension von Silvio Barta
Den Text der Rezension finden Sie hier
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Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann,
Realisation Uwe Kullnick
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