Der Welt geht das Süßwasser aus

Der Welt geht das Süßwasser aus

An vielen Orten der Welt wird das Wasser knapp, die UN sprechen von einem Bankrott. Was hilft dagegen? Und: Was bringt das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien?
12 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Der Menschheit geht an vielen Orten das Wasser aus. Von
einem "Wasserbankrott" sprechen die Vereinten Nationen in
einer aktuellen Studie. Wörter wie "Wasserknappheit" oder
"Wasserkrise" reichen demnach nicht mehr aus, um die reale Lage zu
beschreiben, denn vielerorts sei der Verlust von Süßwasserreserven
nicht mehr umkehrbar: "Viele Regionen leben über ihre
hydrologischen Verhältnisse", sagt Kaveh Madani, Hauptautor der
Studie. Rund vier Milliarden Menschen sind mindestens einen Monat
im Jahr schwerer Wasserknappheit ausgesetzt. Obwohl starker
Wassermangel in Deutschland noch als umkehrbar gilt, ist der
globale Wasserkreislauf vernetzt – Dürre in anderen Ländern hat
also auch Auswirkungen auf Europa. Welche Regionen besonders
betroffen sind und wo die Folgen in Europa besonders spürbar
werden, weiß Rike Becker. Sie forscht am Imperial College in London
zur Ressource Wasser. Die Europäische Union und Indien wollen ein
Freihandelsabkommen vereinbaren. Die Unterschrift könnte schon am
heutigen Dienstag während eines Gipfeltreffens erfolgen, zu dem
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident
António Costa in die indische Hauptstadt Neu-Delhi gereist sind.
Vor allem europäische Autos und Wein sollen in Zukunft leichter
nach Indien gelangen, während indische Elektronik, Textilien und
Chemikalien leichter auf den europäischen Markt kommen sollen.
Indien und die EU verhandeln schon länger über niedrigere
Handelsbarrieren. Nach neun Jahren Pause sind die Verhandlungen
2022 wieder aufgenommen worden. Zuletzt hat der internationale
Druck durch China und die USA die EU und Indien näher
zusammengebracht. Wenn das Abkommen unterzeichnet wird, muss als
Nächstes das EU-Parlament zustimmen. Wird es dort auf ähnliche
Hürden stoßen wie zuletzt das Mercosur-Abkommen? Und was erhoffen
sich eigentlich beide Seiten von dem Abkommen? Diese und weitere
Fragen beantwortet Natalie Mayroth. Sie berichtet für die ZEIT aus
und über Südasien. Und sonst so? Flugbegleiter gibt sich als Pilot
aus und fliegt kostenlos. Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Ole Pflüger und Elise Landschek
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst Alle
Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere
Links zur Folge: Friedrich Merz in Indien: Es muss jetzt einfach
gehen China, Indien und Russland: So was gab’s noch nie
Sicherheitspolitik: "Wir brauchen mehr Wasserdiplomatie" Sie wollen
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