Beschreibung

vor 1 Monat

Seltsam, was ihm im Traum durch den Kopf ging. Woher kamen diese
Träume, was sollten sie ausdrücken? Und warum läuft das Leben so
ganz anders als in der Traumwelt? Eine Frage, die auch heute noch
bewegt. „Wenn Träume platzen“ – wir
beginnen eine Predigtreihe über das Leben des Josef Ben Jakob.


PredigerTraugott Hopp ThemaWenn Träume platzen ReiheDas Leben des
Josef Ben Jakob Datum18.01.2026 Länge35:16 Bibelstelle1. Mose 37
Traugott Hopp, Pastor der FeG FFB Bibeltext

Jakob wurde im Land Kanaan sesshaft, in dem auch schon sein Vater
Isaak als Fremder gelebt hatte. Und so geht seine Geschichte
weiter: Jakobs Sohn Josef war inzwischen 17 Jahre alt. Seine
Aufgabe war es, die Schaf- und Ziegenherden seines Vaters zu
hüten, zusammen mit seinen Halbbrüdern, den Söhnen von Bilha und
Silpa. Zu Hause verriet er seinem Vater, was die Brüder
Schlechtes taten. Jakob liebte Josef mehr als die anderen Söhne,
weil er ihn noch im hohen Alter bekommen hatte. Darum ließ er für
ihn ein besonders vornehmes und prächtiges Gewand
anfertigen. Natürlich merkten Josefs Brüder, dass ihr Vater ihn
bevorzugte. Sie hassten ihn deshalb und konnten kein freundliches
Wort mehr mit ihm reden. Eines Nachts hatte Josef einen Traum.
Als er seinen Brüdern am nächsten Morgen davon erzählte, wurden
sie noch wütender auf ihn. »Hört mal, was ich geträumt habe!«,
rief Josef. »Also, wir waren auf dem Feld und banden das Getreide
in Garben zusammen. Da richtete meine sich plötzlich auf und
blieb aufrecht stehen. Eure dagegen bildeten einen Kreis darum
und verbeugten sich tief vor meiner Garbe.« »Was, du willst also
König werden und dich als Herrscher über uns aufspielen?«,
schrien seine Brüder. Sie hassten ihn nun noch mehr, weil er das
geträumt und so selbstherrlich davon berichtet hatte. Bald darauf
hatte Josef wieder einen Traum, und auch diesen erzählte er
seinen Brüdern. »Hört mal zu! Ich sah, wie die Sonne, der Mond
und elf Sterne sich tief vor mir verbeugten«, beschrieb
er. Diesmal erzählte er den Traum auch seinem Vater. »Was soll
das?«, schimpfte der. »Bildest du dir etwa ein, dass wir alle –
dein Vater, deine Mutter und deine Brüder – uns dir
unterwerfen?« Josefs Brüder waren eifersüchtig auf ihn, aber
seinem Vater ging der Traum nicht mehr aus dem Kopf.


Eines Tages trieben Josefs Brüder die Viehherden ihres Vaters
nach Sichem, um sie dort weiden zu lassen. Da sagte Jakob zu
Josef: »Geh zu deinen Brüdern nach Sichem und erkundige dich, wie
es ihnen und dem Vieh geht! Dann komm wieder und berichte mir!«
»Gut«, sagte Josef. Er verließ das Tal von Hebron und machte sich
auf den Weg nach Sichem. Dort irrte er auf den Weideplätzen
umher, bis er einen Mann traf. »Wen suchst du?«, fragte
der. »Meine Brüder mit ihren Herden. Hast du sie vielleicht
gesehen?«, entgegnete Josef. »Ja, sie sind von hier
weitergezogen«, antwortete der Mann, »ich habe gehört, wie sie
sagten, sie wollten nach Dotan ziehen.« Josef ging nach Dotan und
fand sie dort. Seine Brüder erkannten ihn schon von weitem. Noch
bevor er sie erreichte, beschlossen sie, ihn umzubringen. »Da
kommt ja der Träumer!«, spotteten sie untereinander. »Los, wir
erschlagen ihn und werfen ihn in einen der tiefen Brunnen hier in
der Gegend! Unserem Vater erzählen wir, ein wildes Tier hätte ihn
gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen
wird!« Nur Ruben wollte ihn retten. »Wir dürfen ihn nicht
töten!«, rief er. »Vergießt kein Blut! Werft ihn doch lebend in
diesen Brunnen hier in der Steppe!« Ruben wollte ihn später
heimlich wieder herausziehen und zu seinem Vater
zurückbringen. Kaum hatte Josef sie erreicht, da entrissen sie
ihm sein vornehmes Gewand und warfen ihn in den leeren
Brunnenschacht. Dann setzten sie sich, um zu essen. Auf einmal
bemerkten sie eine Karawane mit ismaelitischen Händlern. Ihre
Kamele waren beladen mit wertvollen Gewürzen und Harzsorten. Sie
kamen von Gilead und waren unterwegs nach Ägypten. Da sagte Juda:
»Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder töten und den Mord
an ihm verheimlichen? Nichts! Los, wir verkaufen ihn an die
Ismaeliter! Dann brauchen wir ihm nichts anzutun, schließlich ist
er immer noch unser Bruder!« Die anderen stimmten zu, und so
holten sie Josef aus dem Brunnen und verkauften ihn für 20
Silberstücke an die ismaelitischen Händler, die ihn mit nach
Ägypten nahmen. Ruben aber war nicht dabei gewesen. Als er nun
zum Brunnen zurückkam und bemerkte, dass Josef verschwunden war,
erschrak er und zerriss entsetzt seine Kleider. »Der Junge ist
weg!«, schrie er auf. »Wie kann ich jetzt noch meinem Vater in
die Augen schauen?« Sie schlachteten einen Ziegenbock, wälzten
Josefs Gewand in dem Blut und gingen damit zu ihrem Vater. »Das
haben wir unterwegs gefunden«, sagten sie, »kannst du es
erkennen? Ist es Josefs Gewand oder nicht?« Jakob erkannte es
sofort. »Das Gewand meines Sohnes!«, rief er. »Ein wildes Tier
hat ihn gefressen! Josef ist tot!« Er zerriss seine Kleider,
wickelte als Zeichen der Trauer ein grobes Tuch um seine Hüften
und weinte viele Tage um Josef. Alle seine Söhne und Töchter
kamen, um ihn zu trösten, aber keinem gelang es. »Bis zu meinem
Tod werde ich um ihn trauern!«, weinte er. Die Händler verkauften
Josef in Ägypten an Potifar, einen Hofbeamten des Pharaos. Er war
der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache. 


Dies Predigt ist bis zum 20.04.2026 online verfügbar.


Der Beitrag Wenn Träume platzen erschien zuerst auf FeG
Fürstenfeldbruck.

Weitere Episoden

Verantwortung
33 Minuten
vor 2 Wochen
Jesus, das Zentrum des Glaubens
28 Minuten
vor 3 Wochen
Josef, Gott und „das Loch“
35 Minuten
vor 1 Monat
Eine gute Gelegenheit?!
32 Minuten
vor 1 Monat

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15