Badarzewska-Baranowska: Gebet einer Jungfrau

Badarzewska-Baranowska: Gebet einer Jungfrau

1 Stunde 23 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen
Vergleichen wir die "klassische Musik" mit einem Teich, könnte man
sagen: Wir hören heute nur noch die Frösche quaken. Was sich aber
um deren herausragende Stimmen sonst noch in diesem Biotop
getummelt hat, das haben wir zum allergrößten Teil vergessen. Das
"Gebet einer Jungfrau" aus der Feder der polnischen Komponistin
Thekla Badarzewska-Baranowska etwa ist eines der vielen Lebewesen,
die wir uns im selben Teich, in dem auch ein Chopin schwamm,
ebenfalls vorstellen müssen: eine Art musikalischer Amöbe, wenig
entwickelt, wenig differenziert, von ständigen Wiederholungen
ge(kenn)zeichnet - und seinerzeit sensationell erfolgreich. Paul
Bartholomäi nimmt sich solcher Werke am Rande des "klassischen"
Repertoires an, beschäftigt sich mit dem Thema "Kitsch", aber auch
mit dem meist zur Pose degenerierten Genre "Operngebet", und stellt
natürlich die Frage, ob nicht auch bei den Tonheroen des 19.
Jahrhunderts Tschaikowsky, Gounod oder Chopin billige Salonmusik
durchschimmert.

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