Trump: „entschiedene Militäroptionen“ Teheran – Grönland-Deal – USA haben 50 Mio. Barrel venezolanisches Öl entnommen – Bundesregierung weist russischen Diplomaten aus

Trump: „entschiedene Militäroptionen“ Teheran – Grönland-Deal – USA haben 50 Mio. Barrel venezolanisches Öl entnommen – Bundesregierung weist russischen Diplomaten aus

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vor 2 Wochen

Aktuelle Nachrichten, 23. Januar 2026:





Russische Spionage in Deutschland und Ausweisung eines
Diplomaten:


Die Bundesregierung hat nach der Festnahme einer mutmaßlichen
Spionin für Russland – einer Frau mit deutscher und ukrainischer
Staatsangehörigkeit – scharfe diplomatische Maßnahmen ergriffen.
Das Auswärtige Amt bestellte den russischen Botschafter ein und
erklärte einen hochrangigen Botschaftsmitarbeiter, mutmaßlich den
Führungsoffizier der Verdächtigen und stellvertretenden
Militärattaché, zur Persona non grata. Die Frau soll seit
November 2023 Informationen zu Rüstungsstandorten und
Drohnenlieferungen an die Ukraine an den russischen Geheimdienst
weitergegeben haben. Sie sitzt in Untersuchungshaft.
Außenminister Johann Wadephul betonte, Spionage unter
diplomatischem Deckmantel werde nicht toleriert und habe
Konsequenzen. Unabhängig davon wurden in Brandenburg zwei
mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen festgenommen.





Grönland-Deal und die vier Säulen der vorläufigen Vereinbarung:


US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos
nach anfänglichen Drohungen mit Strafzöllen gegen europäische
Staaten zurückgerudert und mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte
einen Rahmen für einen „Grönland-Deal“ vereinbart. Die vier
Säulen umfassen: Wegfall der angedrohten Zölle, Mitspracherecht
der USA bei ausländischen Investitionen in der Arktis (inklusive
Vetorecht gegen China und Russland), stärkeres Engagement
europäischer Nato-Partner in der Arktis sowie Vorantreiben des
US-Raketenabwehrprojekts „Golden Dome“ mit Neuverhandlung des
Stationierungsabkommens von 1951. Trump schloss militärische
Mittel aus und sprach von einem möglichen „Kauf“, betonte aber
„kein Geld“ sei Bestandteil der vorläufigen Vereinbarung. Die USA
betreiben derzeit nur die Pituffik Space Base auf Grönland.





US-Beschlagnahmungen venezolanischer Öltanker und Öl-Entnahmen:


Die US-Streitkräfte setzen die Quarantäne gegen sanktionierte
Schiffe fort und haben den siebten Tanker, die unter
liberianischer Flagge fahrende „Sagitta“, in der Karibik
abgefangen. Das Schiff wird Netzwerken der russischen
Schattenflotte zugerechnet und steht seit 2022 unter US- und
UK-Sanktionen. Insgesamt wurden rund 50 Millionen Barrel Öl,
hauptsächlich aus venezolanischen Beständen, entnommen und auf
dem Weltmarkt verkauft. Die Erlöse sollen den USA und dem
venezolanischen Volk zugutekommen, etwa für humanitäre Hilfe und
Infrastruktur. Die Maßnahmen dienen der Durchsetzung von
Sanktionen sowie der Stabilisierung der venezolanischen
Ölindustrie.





US-Militäraufbau im Nahen Osten und Forderung nach entschiedenen
Optionen gegen Iran:


Die USA bauen ihre militärische Präsenz im Nahen Osten
schrittweise aus, mit Verlegung von Flugzeugträgergruppen,
F-15-Kampfjets, Raketenabwehrsystemen und weiteren Einheiten in
Richtung Persischer Golf. Präsident Trump drängt sein
Sicherheitsteam auf „entschiedene“ militärische Optionen gegen
den Iran, von gezielten Angriffen bis zu umfassenderen Szenarien.
Dies geschieht vor dem Hintergrund hoher Todesopfer bei
Protestniederschlagungen in Iran (Schätzungen bis zu 18.000) und
des Atomstreits. Trump sendet gemischte Signale: Er sieht Wirkung
seiner Warnungen, fordert aber eine neue Führung in Teheran und
hält Eingreifen offen. Die Botschaften des US-Präsidenten bleiben
damit konsequent undurchsichtig.





Quellen:


tagesschau.de, WELT, Spiegel Online (Thema: Russische Spionage in
Deutschland und Ausweisung eines Diplomaten)


WELT, FAZ (Thema: Grönland-Deal und vier Säulen der Vereinbarung)


Reuters, Bloomberg (Thema: US-Beschlagnahmungen venezolanischer
Öltanker und Öl-Entnahmen)


Wall Street Journal, Reuters, The Guardian (Thema:
US-Militäraufbau im Nahen Osten und Optionen gegen Iran)

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