Iran: „Die Ratten verlassen das Schiff“ – Netanjahu für härteres Vorgehen gegen Teheran – Sabotagefälle in Deutschland nehmen zu – Wie nachhaltig sind die Reformen in Venezuela?

Iran: „Die Ratten verlassen das Schiff“ – Netanjahu für härteres Vorgehen gegen Teheran – Sabotagefälle in Deutschland nehmen zu – Wie nachhaltig sind die Reformen in Venezuela?

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vor 1 Tag

Aktuelle Nachrichten, 11. Februar 2026:


 


Deutschland: ZunehmendeSabotage und Spionage gegen
kritische InfrastrukturIm vergangenen Jahr 2025 hat das
Bundeskriminalamt (BKA) bundesweit 321Verdachtsfälle von Sabotage
registriert, vor allem an Bahn-, Energie-,Bundeswehr- und
Telekommunikationsinfrastruktur. Zu Jahresbeginn 2026
kamenweitere Vorfälle hinzu, darunter Einbrüche in Umspannwerke,
versuchte Angriffeauf Windenergieanlagen und Manipulationen an
Bahngleisen. Ergänzend wurden1.289 Fälle mutmaßlicher
Drohnenausspähungen mit über 2.300 Überflügengemeldet.
Sicherheitsbehörden sehen mögliche russische
Geheimdienstbeteiligung,einschließlich angeworbenen
„Wegwerf-Agenten“. Die Zahl der Vorfälle stieg seitdem russischen
Angriffskrieg deutlich an. Als Reaktion plant
dasBundesinnenministerium ein neues Abwehrzentrum beim
Verfassungsschutz.


Venezuela: Zweifel anNachhaltigkeit der Reformen nach
erneuter Festnahme von OppositionellemKurz nach der
Freilassung von mindestens 35 politischen Gefangenen wurde
derprominente Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa nur Stunden
später erneutfestgenommen. Bewaffnete Männer in Zivil nahmen ihn
mit; dieGeneralstaatsanwaltschaft begründete dies mit Verstößen
gegen Auflagen undbeantragte Hausarrest. Guanipa war zuvor acht
Monate inhaftiert gewesen. DieÜbergangsregierung unter Delcy
Rodríguez signalisiert seit der FestnahmeNicolás Maduros durch
die USA Reformbereitschaft, darunter Öffnung der Wirtschaftund
Amnestiepläne. Die erneute Festnahme deutet jedoch auf mangelnde
Kontrolleüber Sicherheitsapparate und interne Widerstände hin.
Trotz Freilassungen vonüber 350 Personen bleiben Schätzungen
zufolge mehr als 600 politische Gefangenein Haft.


Iran: Eliten fliehen mitKapital – Proteste werden zu
gesellschaftsweiter RegimeablehnungDie Proteste im Iran
haben sich von Straßenaktionen zu einer
breiten,gesellschaftsübergreifenden Ablehnung des Regimes
entwickelt. Nach massivenTötungen von Demonstranten fordern
Parolen nun offen den Rücktritt vonAyatollah Ali Khamenei.
Gedenkveranstaltungen, Universitätsproteste,Sitzstreiks von
Medizinstudenten und Stellungnahmen von
Lehrergewerkschaftenzeigen die Tiefe des Widerstands.
Sicherheitskräfte greifen hart durch,inklusive Festnahmen in
Krankenhäusern und Wohnungen. Menschenrechtsgruppen schätzenrund
7.000 Tote und über 50.000 Festnahmen seit Ende
Dezember.US-Finanzminister Scott Besant berichtet von massivem
Kapitalabfluss der Eliteins Ausland – „Die Ratten verlassen das
Schiff“ – als Zeichen für wachsendePanik in der Führung
angesichts von Krise, Sanktionen und Protesten.


Nahost: Netanjahu reist nachWashington – Forderung nach
härterem Druck auf IranIsraels Premierminister Benjamin
Netanjahu reist nach Washington, um mitUS-Präsident Donald Trump
über eine Verschärfung des Kurses gegenüber dem Iranzu beraten.
Israel drängt darauf, dass Verhandlungen nicht nur
dasAtomprogramm, sondern auch das Raketenprogramm und
regionaleStellvertreternetzwerke (Hamas, Hisbollah, Huthi)
einbeziehen. Teheran lehntGespräche über Raketen und regionale
Aktivitäten ab. IndirekteUS-Iran-Gespräche im Oman wurden als
„sehr gut“ bewertet, doch Differenzenbleiben. Die USA halten
militärische Optionen offen; Netanjahu hat operativeSzenarien für
Schläge gegen iranische Raketeninfrastruktur vorgestellt.
DieReise unterstreicht Israels Sorge vor einem zu begrenzten
Abkommen.


 


Quellen:tagesschau, Süddeutsche Zeitung, NDR,
WDR (Thema: Sabotage-VerdachtsfälleDeutschland BKA 2025) BBC,
Reuters, Al Jazeera, The New York Times, AssociatedPress (Thema:
Venezuela Guanipa erneute Festnahme Reformen) Wall StreetJournal,
Reuters (Thema: Iran Proteste Kapitalflucht Elite) Reuters, AP
News,CNN, The Washington Post (Thema: Netanjahu Besuch Washington
Trump Iran Druck)

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