Ein Starchirurg steht vor Gericht
Weil er ein fehlerhaftes Rückenimplantat eingesetzt hat, muss sich
ein bekannter Berner Chirurg vor Gericht verantworten. Ihm wird
schwere Körperverletzung vorgeworfen. Es gilt die
Unschuldsvermutung.
28 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
In Bern stand letzte Woche ein international und national
bekannter Orthopäde und Professor vor Gericht. Er soll mehreren
Patientinnen und Patienten unausgereifte und fehlerhafte
Rückenimplantate eingesetzt haben, die später bei den Betroffenen
zu teils schweren Komplikationen führten.
Das Implantat wurde von der Herstellerfirma deshalb 2014 vom
Markt genommen. Das Unternehmen verlangte, dass Patientinnen und
Patienten, die es erhalten haben, entsprechend informiert und
betreut werden. Der Berner Arzt tat das nicht. Er war selbst an
der Entwicklung des Implantat beteiligt gewesen. Dies machte der
Recherchedesk von Tamedia 2018 im Rahmen einer internationalen
Recherche publik.
Jetzt muss er sich wegen schwerer Körperverletzung vor der Justiz
verantworten. Die Anwältin des Arztes sagte in der Vergangenheit,
ihr Klient habe sich «sowohl rechtlich als auch berufsethisch
korrekt verhalten».
Es ist einer der grössten Prozesse, die es in den letzten Jahren
in der Schweiz gegen einen Arzt gegeben hat. Dabei geht es auch
um Fragen, die über den konkreten Fall hinausgehen: Wann kann man
seinem Arzt oder seiner Ärztin trauen? Und wann nicht?
Catherine Boss und Roland Gamp vom Tamedia-Recherchedesk haben in
diesem Fall seit Jahren recherchiert und waren jetzt am Prozess
gegen den beschuldigten Chirurgen. Wie exemplarisch dieser Fall
ist, wie es den betroffenen Patientinnen und Patienten heute geht
und was dem Arzt bei einem allfälligen Schuldspruch droht,
erzählen sie in einer neuen Folge des täglichen Podcasts
«Apropos».
Host: Philipp Loser
Produzentin: Jacky Wechsler
Die Berichterstattung vom Prozess:
«Ich mache keine Aussagen»: Berner Chirurg schweigt vor
Gericht
Muss mich mein Arzt vor Komplikationen warnen?
Patienten im Implantate-Prozess: «Sie sagten, ich sei bei dem
Beschuldigten in guten Händen»
Die Recherche von Catherine Boss und Roland
Gamp:
Berner Starchirurg weigerte sich, seine Patienten zu warnen
Der Schweizer Starchirurg und die zersplitterten Implantate
Die beiden Apropos-Folgen zum Fall:
Teil 1: Das Geschäft mit zweifelhaften Implantaten
Teil 2: «Ich konnte kaum mehr gehen ohne
Schmerzen»
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