Steven Pinker – Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit
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Beschreibung
vor 1 Monat
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Erschienen im Jahr 2011, hat dieses monumentale
Werk des kognitiven Neurowissenschaftlers Steven Pinker mit
„Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit“ (im Original: „The
Better Angels of Our Nature“) das Weltbild vieler Menschen
grundlegend erschüttert – jedoch auf positive Weise. In einer
Zeit, die von Schreckensmeldungen geprägt ist, tritt Pinker den
Beweis an, dass die Gewalt ĂĽber Jahrtausende hinweg massiv
zurückgegangen ist. Das Buch löste weltweite Debatten aus und
gilt heute als eines der wichtigsten Werke ĂĽber den menschlichen
Fortschritt und die Kraft der Moderne.
3 zentrale Erkenntnisse aus dem Buch
* Der RĂĽckgang der Gewalt ist ein messbares
Faktum: Pinker zeigt anhand zahlreicher Datensätze, dass
die Wahrscheinlichkeit, eines gewaltsamen Todes zu sterben, heute
um ein Vielfaches geringer ist als in jeder anderen Epoche der
Menschheitsgeschichte.
* Der innere Kampf zwischen Dämonen und Engeln:
Unsere Natur ist nicht rein „gut“ oder „böse“; wir besitzen
psychologische Systeme, die Gewalt fördern (wie Rache und
Dominanzstreben), aber auch solche, die sie hemmen (wie Empathie,
Selbstbeherrschung und Vernunft).
* Historische Kräfte als Friedensstifter: Der
Rückgang der Gewalt ist kein Zufall, sondern das Ergebnis äußerer
Kräfte wie dem „Leviathan“ (dem staatlichen
Gewaltmonopol), dem Handel, der
Feminisierung der Gesellschaft und der
„Rolltreppe der Vernunft“.
FĂĽr wen ist das Buch besonders interessant?
* Geschichts- und Sozialwissenschaftler, die
nach tieferen Mustern in der Entwicklung menschlicher
Zivilisationen suchen.
* Pessimisten und Skeptiker, die eine fundierte,
datenbasierte Korrektur ihrer Wahrnehmung einer „immer schlimmer
werdenden Welt“ benötigen.
* Interessierte an Psychologie, die verstehen
wollen, wie biologische Triebe und kulturelle Rahmenbedingungen
unser Sozialverhalten formen.
Was Du aus dem Buch mitnehmen kannst
Ein neuer Blick auf die Geschichte der
Zivilisation
Pinker ordnet den RĂĽckgang der Gewalt in sechs groĂźe
historische Trends ein. Er beginnt beim Ăśbergang von der
Anarchie der Jäger und Sammler zu den ersten Agrarzivilisationen
(dem „Pazifizierungsprozess“) und führt uns über
den „Zivilisationsprozess“ des Mittelalters bis
hin zur „Humanitären Revolution“ der Aufklärung,
die Grausamkeiten wie Sklaverei und Folter offiziell ächtete. Er
kontextualisiert die Moderne nicht als Verfall, sondern als eine
Ära, die durch das Zurückdrängen von Stammesdenken und Religion
zugunsten von Individualismus und Wissenschaft geprägt ist.
Die Überwindung der inneren Dämonen
Ein wesentlicher „Aha-Moment“ des Buches ist die Erkenntnis, dass
Gewalt oft nicht aus reiner Bösartigkeit entsteht, sondern aus
tief verwurzelten psychologischen Mechanismen wie dem
Streben nach Dominanz oder dem Drang zur
Vergeltung. Pinker vertieft dies durch die Analyse der
„besseren Engel“: Er erklärt, warum Empathie
allein nicht ausreicht, um Frieden zu sichern, da sie oft
parteiisch ist. Erst die Vernunft, die uns
erlaubt, Gewalt als ein zu lösendes Problem statt als einen zu
gewinnenden Wettbewerb zu betrachten, ermöglicht einen
dauerhaften RĂĽckgang der Aggression.
Gesellschaftliche Relevanz und ein hoffnungsvoller
Ausblick
Das Buch zeigt auf, dass wir in einer Welt leben, in der die
Rechte von Minderheiten, Frauen, Kindern und sogar Tieren heute
so geschĂĽtzt sind wie nie zuvor (die
„Rechte-Revolutionen“). Dieser Fortschritt ist
jedoch nicht garantiert; er hängt von stabilen Institutionen und
einer Kultur ab, die den Handel und die Vernunft ĂĽber Ideologie
und Ehre stellt. Pinker regt dazu an, die Errungenschaften der
Moderne – wie die Demokratie und den Rechtsstaat – nicht als
selbstverständlich hinzunehmen, sondern als wertvolle Werkzeuge
zu schätzen und weiterzuentwickeln, um den friedlichen Trend
fortzusetzen.
Das Buch in einem Satz
Anhand beeindruckender Statistiken und psychologischer Analysen
belegt Pinker, dass die Menschheit trotz aller Rückschläge über
die Jahrhunderte hinweg immer friedlicher geworden ist, und
benennt die zivilisatorischen Kräfte, die diesen Fortschritt
ermöglichen.
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