Folge 298: Kälte, Beton und Widerstand - Die Finnische Verteidigungslinie im Winterkrieg
30 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
Der Winterkrieg von 1939 bis 1940 gilt als eines der
eindrucksvollsten Beispiele für den Widerstand eines kleinen
Staates gegen eine militärisch weit überlegene Großmacht.
Finnland befand sich zu Beginn des Konflikts in einer
geopolitisch nahezu aussichtslosen Lage: politisch isoliert,
materiell schlecht ausgestattet und ohne verlässliche
Unterstützung durch andere Mächte. Dennoch gelang es dem Land,
den Vormarsch der Roten Armee über Monate hinweg zu verzögern und
dem Angreifer empfindliche Verluste zuzufügen.
Eine zentrale Rolle spielte dabei die Verteidigungsstellung auf
der Karelischen Landenge, die später als Mannerheim-Linie bekannt
wurde. Obwohl sie militärisch weit weniger stark ausgebaut war,
als es ihr legendärer Ruf vermuten lässt, entwickelte sie sich zu
einem Sinnbild finnischer Entschlossenheit und Widerstandskraft.
Zugleich offenbarte der Verlauf des Krieges, wie eng politische,
militärische und gesellschaftliche Faktoren miteinander
verflochten sind. Der Winterkrieg verdeutlicht die Komplexität
des Zusammenspiels von militärischer Abwehr, internationaler
Diplomatie und innerer Stabilität – und mahnt, historische
Erfahrungen nicht vorschnell oder unreflektiert auf gegenwärtige
Konflikte zu übertragen.
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