Kaube im Gespräch: Michael Hampe und „Krise der Aufklärung“
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Beschreibung
vor 1 Monat
„Kaube im Gespräch“ ist eine Reihe zu aktuellen
Sachbüchern. Gastgeber und Kurator ist Jürgen Kaube. Der
Publizist, Träger des ersten Deutschen Sachbuchpreises und
Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellt aktuelle
Titel, die ihm besonders aufgefallen sind, im Gespräch mit den
Autorinnen und Autoren vor.
In der neunten Folge ist der Philosoph Michael Hampe zu Gast.
Dieser widmet sich in seinem aktuellen Buch der Aufklärung, einem
Begriff, der zugleich eine historische Epoche und ein bis in die
Gegenwart wirkmächtiges Emanzipationsprojekt bezeichnet. Die im
Jahr 1784 von Kant formulierte Aufforderung, sich mündig des
eigenen Verstandes zu bedienen, hat im Zuge des vermeintlich
unaufhörlichen gesellschaftlichen Fortschritts keineswegs nur
selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger hervorgebracht, sondern
auch zahlreiche Verlierer und Verwerfungen, wie Horkheimer und
Adorno 1944 in ihrer „Dialektik der Aufklärung“ zeigten. Aus
heutiger Perspektive lässt sich die Aufklärung – etwa aus
postkolonialistischer Sicht – als unvollendetes oder
gescheitertes Unternehmen betrachten, mindestens jedoch als
eines, dessen große Illusionen zerplatzt sind. Der Clou
allerdings liegt darin, dass diese Einsicht selbst Ausdruck einer
aufgeklärten Haltung ist.
„Krise der Aufklärung. Über die Fortsetzbarkeit einer Lebensform“
(Suhrkamp)
In Kooperation mit dem Kulturamt Frankfurt. Das Gespräch wurde am
10. Dezember 2025 aufgezeichnet.
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vor 1 Woche
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