Beschreibung
vor 2 Tagen
Gespräch vom 18. Mai 2026 mit Autorin und Publizistin
Veronika Kracher und Prof. Dr. Ilka Quindeau (Frankfurt
University of Applied Science), moderiert von Popkritiker Klaus
Walter.
Aggression, Hass und Gewalt gegen Personengruppen, die als
Feindbilder wahrgenommen werden, gehören zu den beunruhigenden
gesellschaftlichen Phänomenen der Gegenwart. Sie treten zunehmend
offen zutage und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Zudem lässt sich eine wachsende Orientierung an autoritären
Herrschaftsformen beobachten. Sie ist inzwischen nicht mehr nur
ein Randphänomen. Autoritäres Denken, Reden und Gebaren findet
verbreiteten Anklang, sowohl auf der großen politischen Bühne als
auch im Alltag und in persönlichen Beziehungen. Sichtbar wird
dies unter anderem in der Feindseligkeit gegenüber Schwächeren
oder Andersdenkenden, Frauenfeindlichkeit sowie der Bereitschaft,
sich autoritärem Druck anzupassen. Die Veranstaltung geht der
Frage nach, welche psychischen Tiefenstrukturen diesen politisch
und gesellschaftlich brisanten Entwicklungen zugrunde liegen. Was
macht den Reiz des Autoritären aus? Welche – oft unbewussten –
Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterordnungen spielen
dabei eine Rolle? Und welche Folgen ergeben sich für das
Politische und die Entwicklung demokratischer Kultur?
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