Techskepsis: Müssen wir mehr Prometheus wagen?

Techskepsis: Müssen wir mehr Prometheus wagen?

Auch Guillermo del Toros neue "Frankenstein"-Verfilmung warnt mal wieder vor Zukunftstechnologien. Woher kommt die Fortschrittsskepsis in der Science-Fiction?
1 Stunde 17 Minuten

Beschreibung

vor 1 Tag
Vielleicht war er nie weg, vielleicht feiern wir seine Rückkehr,
fest steht jedenfalls: "Frankenstein" ist gerade überall. In den
Buchläden stapeln sich die fürs TikTok-Publikum aufwendig
gestalteten Schmuckausgaben von Mary Shelleys Literaturklassiker,
auf Netflix ist Guillermo del Toros Verfilmung zu sehen, und die
Wirklichkeit ist ja auch voller Frankensteine und Monster. 
Ein besessener, arroganter Forscher erschafft einen künstlichen
Menschen aus Leichenteilen – so geht die Geschichte von 1818. Da
denkt der kritische Bürger heute sofort an ChatGPT, an künstliche
Intelligenz und an Silicon-Valley-Milliardäre, die den Tod
abschaffen wollen. Dass sich die Kreatur, die Frankenstein da
schöpft, dann als böse oder wenigstens rachsüchtig erweist, dass
sie ihren Schöpfer verfolgt bis zum bitteren Ende – auf eine
ähnlich düstere Prognose können auch wir uns heute schnell einigen,
wo immer es um technische Neuerungen geht. Vielleicht zu
schnell?  In der aktuellen Folge von "Die sogenannte
Gegenwart" sprechen Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über den Mythos
Frankenstein. Wie wurde bei Mary Shelley die Science-Fiction aus
dem Geist der englischen Romantik geboren? Was bedeutet es für
unsere aktuellen Debatten über Degrowth und Technologie, dass
Shelley ihren Frankenstein den "modernen Prometheus" nannte? Und
warum gibt es so viele Kunstwerke, die uns vor technischem
Fortschritt warnen – und so wenige, die ihn feiern? Sie erreichen
das Team unter gegenwart@zeit.de. Ab dem 15.1.2025 sind Teile des
Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?" nur noch exklusiv mit einem
Digitalabo der ZEIT zu hören – auf
www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple Podcasts und auf
Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie
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