Warum Ladepreise wichtiger sind als Kaufprämien für E-Lkw
Im Gespräch mit Christoph Wede, Nutzfahrzeug-Experte
21 Minuten
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Aktuelle Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und mehr
Beschreibung
vor 1 Tag
Im aktuellen Podcast spreche ich mit Christoph Wede, einem
ausgewiesenen Experten für Nutzfahrzeuge, über die Lage der Branche
zum Jahresende 2025. Schon zu Beginn wird klar, wie sehr die
politische Entwicklung die Diskussion prägt. Das mögliche Abrücken
der EU vom Verbrenner-Aus ab 2035 sorgt nicht nur im PKW-Segment
für Unruhe. Christoph ordnet ein, dass solche Signale auch im
Nutzfahrzeugbereich Wirkung entfalten. „Das ist ein absoluter
Rückschritt“, sagt er, weil Speditionen und Logistiker damit erneut
Unsicherheit erleben – eine Unsicherheit, die schon seit dem
Wegfall der Förderungen 2024 zu spüren ist. Trotz politischem
Gegenwind beschreibt Christoph ein Jahr, in dem vieles
vorangegangen ist. Die Verfügbarkeit elektrisch betriebener LKWs
habe sich spürbar verbessert. Die großen OEMs wie auch kleinere
Anbieter hätten reichlich Modelle auf den Markt gebracht, die
technisch überzeugen. „Die Fahrzeuge performen“, so Christoph, und
Probleme im täglichen Betrieb höre er derzeit kaum. Die
Herausforderungen liegen woanders: in der Nachfrage und der immer
noch unzureichend ausgebauten Ladeinfrastruktur auf der Strecke.
Depotladen funktioniere sehr zuverlässig, aber unterwegs sei das
System noch lückenhaft. Gleichzeitig bleibe der Strompreis der
zentrale Kostentreiber – und damit ein Hemmschuh für die
Skalierung. Beim Absatz zeigt sich: Die Bereitschaft, auf
elektrische Nutzfahrzeuge umzusteigen, ist gedämpft. Ohne
Unterstützung etwa über attraktivere Strompreise lohne sich der
Umstieg für viele Betriebe schlicht nicht. Christoph bringt es klar
auf den Punkt: „Die Kosten draußen zu laden sind aktuell völlig
unattraktiv.“ Deshalb würden trotz neuer Modelle weiterhin
überwiegend Diesel-LKW gekauft. Sein Vorschlag für eine echte
Entlastung ist eindeutig: Strom für definierte Zeiträume
subventionieren, speziell für das Laden auf der Strecke. Das wäre
seiner Einschätzung nach ein direkter und wirksamer Hebel, um
Wirtschaftlichkeit herzustellen und gleichzeitig CO₂-arme
Transporte zu fördern. Unser Gespräch führt uns auch zum ÖPNV. Dort
setzt die Politik durchaus positive Zeichen. Christoph verweist auf
das neue Depotprojekt der BVG, für das der Bund 1,1 Milliarden Euro
bereitstellt. Damit lassen sich mehrere tausend E-Busse fördern –
ein starkes Signal für die Elektrifizierung des öffentlichen
Nahverkehrs. Damit endet ein Gespräch, das zeigt, wie viele
Stellschrauben im Nutzfahrzeugbereich aktuell gleichzeitig bewegt
werden – technisch, politisch und ökonomisch. Vieles entwickelt
sich positiv, doch zentrale Punkte wie Strompreis,
Ladeinfrastruktur und klare politische Rahmenbedingungen bleiben
entscheidend für die kommenden Jahre. Nun aber genug der
Vorrede – steigen wir direkt in das Gespräch ein. P.S. Zum
Zeitpunkt der Aufnahme stand noch zur Diskussion, wie viele E-Busse
von BYD beschafft werden. Am Ende waren es 200 statt der erwähnten
700.
ausgewiesenen Experten für Nutzfahrzeuge, über die Lage der Branche
zum Jahresende 2025. Schon zu Beginn wird klar, wie sehr die
politische Entwicklung die Diskussion prägt. Das mögliche Abrücken
der EU vom Verbrenner-Aus ab 2035 sorgt nicht nur im PKW-Segment
für Unruhe. Christoph ordnet ein, dass solche Signale auch im
Nutzfahrzeugbereich Wirkung entfalten. „Das ist ein absoluter
Rückschritt“, sagt er, weil Speditionen und Logistiker damit erneut
Unsicherheit erleben – eine Unsicherheit, die schon seit dem
Wegfall der Förderungen 2024 zu spüren ist. Trotz politischem
Gegenwind beschreibt Christoph ein Jahr, in dem vieles
vorangegangen ist. Die Verfügbarkeit elektrisch betriebener LKWs
habe sich spürbar verbessert. Die großen OEMs wie auch kleinere
Anbieter hätten reichlich Modelle auf den Markt gebracht, die
technisch überzeugen. „Die Fahrzeuge performen“, so Christoph, und
Probleme im täglichen Betrieb höre er derzeit kaum. Die
Herausforderungen liegen woanders: in der Nachfrage und der immer
noch unzureichend ausgebauten Ladeinfrastruktur auf der Strecke.
Depotladen funktioniere sehr zuverlässig, aber unterwegs sei das
System noch lückenhaft. Gleichzeitig bleibe der Strompreis der
zentrale Kostentreiber – und damit ein Hemmschuh für die
Skalierung. Beim Absatz zeigt sich: Die Bereitschaft, auf
elektrische Nutzfahrzeuge umzusteigen, ist gedämpft. Ohne
Unterstützung etwa über attraktivere Strompreise lohne sich der
Umstieg für viele Betriebe schlicht nicht. Christoph bringt es klar
auf den Punkt: „Die Kosten draußen zu laden sind aktuell völlig
unattraktiv.“ Deshalb würden trotz neuer Modelle weiterhin
überwiegend Diesel-LKW gekauft. Sein Vorschlag für eine echte
Entlastung ist eindeutig: Strom für definierte Zeiträume
subventionieren, speziell für das Laden auf der Strecke. Das wäre
seiner Einschätzung nach ein direkter und wirksamer Hebel, um
Wirtschaftlichkeit herzustellen und gleichzeitig CO₂-arme
Transporte zu fördern. Unser Gespräch führt uns auch zum ÖPNV. Dort
setzt die Politik durchaus positive Zeichen. Christoph verweist auf
das neue Depotprojekt der BVG, für das der Bund 1,1 Milliarden Euro
bereitstellt. Damit lassen sich mehrere tausend E-Busse fördern –
ein starkes Signal für die Elektrifizierung des öffentlichen
Nahverkehrs. Damit endet ein Gespräch, das zeigt, wie viele
Stellschrauben im Nutzfahrzeugbereich aktuell gleichzeitig bewegt
werden – technisch, politisch und ökonomisch. Vieles entwickelt
sich positiv, doch zentrale Punkte wie Strompreis,
Ladeinfrastruktur und klare politische Rahmenbedingungen bleiben
entscheidend für die kommenden Jahre. Nun aber genug der
Vorrede – steigen wir direkt in das Gespräch ein. P.S. Zum
Zeitpunkt der Aufnahme stand noch zur Diskussion, wie viele E-Busse
von BYD beschafft werden. Am Ende waren es 200 statt der erwähnten
700.
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