Wie Ladeinfrastruktur trotz schwachem Netz funktioniert
Im Gespräch mit Christos Tsegkis, Sungrow
23 Minuten
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Aktuelle Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und mehr
Beschreibung
vor 1 Tag
Im aktuellen Podcast spreche ich mit Christos Tsegkis von Sungrow.
Er verantwortet das Geschäft rund um Ladeinfrastruktur in Europa
und gibt spannende Einblicke in die Strategie des Unternehmens. Für
viele ist Sungrow bisher vor allem als Schwergewicht im Bereich
Photovoltaik und Wechselrichter bekannt. Doch das Unternehmen hat
sein Portfolio längst ausgeweitet. „Wir sind mit PV bekannt
geworden, aber E-Mobilität wird für uns immer wichtiger“, sagt
Christos. Genau hier setzen wir im Gespräch an. Sungrow ist in
Europa zunächst mit AC-Ladelösungen gestartet und hat sein Angebot
schrittweise auf DC-Systeme erweitert – vom kompakten
30-Kilowatt-Lader bis hin zu künftigen Megawatt-Chargern. Der
Schwerpunkt im europäischen Markt liegt derzeit bei Ladeleistungen
um 400 Kilowatt. Entwicklung und Grunddesign entstehen in China,
während in Amsterdam die maßgeschneiderte Anpassung für Europa
erfolgt. Produziert werden die Systeme weiterhin in China, bevor
sie nach Europa exportiert werden. Besonders deutlich wird im
Gespräch, welchen Stellenwert Software inzwischen für Sungrow hat.
Christos betont mehrmals, dass sie hier bewusst einen offenen
Ansatz verfolgen: „Unsere Software unterscheidet uns. Sie ist
modular aufgebaut und offen, weil wir so schneller anpassen und
besser mit Kunden zusammenarbeiten können.“ Ziel sei es,
Ausfallzeiten zu reduzieren und Ladepunkte stabil zu betreiben –
ein zentraler Faktor für Betreiber, die nur dann Einnahmen
erzielen, wenn ihre Stationen online sind. Die Software greift
dabei aktiv ein, erkennt Muster und kann Störungen vorbeugen. Damit
soll die Betriebszeit verbessert werden, was für Betreiber
wirtschaftlich entscheidend ist. Ein weiterer Schwerpunkt des
Gesprächs ist die Kombination aus Schnellladeinfrastruktur und
Batteriespeicher. Sungrow bringt hier viel Erfahrung aus dem
Energiemanagement mit und überträgt dieses Know-how in den
Mobilitätsbereich. Durch integrierte Speicher lassen sich nicht nur
schwache Netzanschlüsse kompensieren, sondern zusätzliche
Einnahmemöglichkeiten eröffnen. „Mit dem Speicher kann ich Energie
nicht nur zwischenspeichern, sondern auch am Markt handeln. Das
senkt Capex und verbessert den Return on Invest“, erklärt Christos.
Sungrow liefert dafür die passende Hardware, während der Handel mit
Energie über externe Softwarepartner erfolgt. Spannend ist auch der
Blick auf bidirektionales Laden. Sungrow setzt hier auf
DC-Technologie und plant für das kommende Jahr eine DC-Ladebox, die
genau das ermöglicht. Die Entscheidung gegen AC begründet Christos
damit, dass DC mehr Steuerungsmöglichkeiten und präzisere
Powerflows erlaubt. Für Gewerbe- und Flottenkunden ist das ein
wichtiger Punkt, da sie Energiekosten optimieren und Lastspitzen
vermeiden müssen. Auch das Thema Megawatt-Charging diskutieren wir
ausführlich. Während einige Hersteller die Notwendigkeit infrage
stellen, verfolgt Sungrow einen klaren Kurs: „Ab 2027 werden
Megawatt-Charger benötigt – und wir werden bereit sein.“ Die
Technologie entwickelt Sungrow bereits, denn insbesondere im
Logistiksektor werden hohe Ladeleistungen unverzichtbar sein, wenn
Standzeiten niedrig bleiben sollen. Langfristig erwartet Christos,
dass Megawatt-Laden einen bedeutenden Anteil am Umsatz ausmachen
wird. Natürlich spreche ich Christos auch darauf an, ob chinesische
Anbieter es im europäischen Markt schwer haben. Seine Antwort zeigt
ein gewachsenes Selbstbewusstsein: „Wir sind seit 2011 in Europa.
Viele Kunden kennen uns aus dem Energiebereich. Vertrauen entsteht
über Jahre – und genau davon profitieren wir.“ Trotzdem müsse man
sich gegen starke Marken behaupten. Entscheidend seien nicht
Herkunft oder Image, sondern Stabilität, Qualität und Support. Nun
aber genug der Vorrede – lass uns direkt in das Gespräch
einsteigen.
Er verantwortet das Geschäft rund um Ladeinfrastruktur in Europa
und gibt spannende Einblicke in die Strategie des Unternehmens. Für
viele ist Sungrow bisher vor allem als Schwergewicht im Bereich
Photovoltaik und Wechselrichter bekannt. Doch das Unternehmen hat
sein Portfolio längst ausgeweitet. „Wir sind mit PV bekannt
geworden, aber E-Mobilität wird für uns immer wichtiger“, sagt
Christos. Genau hier setzen wir im Gespräch an. Sungrow ist in
Europa zunächst mit AC-Ladelösungen gestartet und hat sein Angebot
schrittweise auf DC-Systeme erweitert – vom kompakten
30-Kilowatt-Lader bis hin zu künftigen Megawatt-Chargern. Der
Schwerpunkt im europäischen Markt liegt derzeit bei Ladeleistungen
um 400 Kilowatt. Entwicklung und Grunddesign entstehen in China,
während in Amsterdam die maßgeschneiderte Anpassung für Europa
erfolgt. Produziert werden die Systeme weiterhin in China, bevor
sie nach Europa exportiert werden. Besonders deutlich wird im
Gespräch, welchen Stellenwert Software inzwischen für Sungrow hat.
Christos betont mehrmals, dass sie hier bewusst einen offenen
Ansatz verfolgen: „Unsere Software unterscheidet uns. Sie ist
modular aufgebaut und offen, weil wir so schneller anpassen und
besser mit Kunden zusammenarbeiten können.“ Ziel sei es,
Ausfallzeiten zu reduzieren und Ladepunkte stabil zu betreiben –
ein zentraler Faktor für Betreiber, die nur dann Einnahmen
erzielen, wenn ihre Stationen online sind. Die Software greift
dabei aktiv ein, erkennt Muster und kann Störungen vorbeugen. Damit
soll die Betriebszeit verbessert werden, was für Betreiber
wirtschaftlich entscheidend ist. Ein weiterer Schwerpunkt des
Gesprächs ist die Kombination aus Schnellladeinfrastruktur und
Batteriespeicher. Sungrow bringt hier viel Erfahrung aus dem
Energiemanagement mit und überträgt dieses Know-how in den
Mobilitätsbereich. Durch integrierte Speicher lassen sich nicht nur
schwache Netzanschlüsse kompensieren, sondern zusätzliche
Einnahmemöglichkeiten eröffnen. „Mit dem Speicher kann ich Energie
nicht nur zwischenspeichern, sondern auch am Markt handeln. Das
senkt Capex und verbessert den Return on Invest“, erklärt Christos.
Sungrow liefert dafür die passende Hardware, während der Handel mit
Energie über externe Softwarepartner erfolgt. Spannend ist auch der
Blick auf bidirektionales Laden. Sungrow setzt hier auf
DC-Technologie und plant für das kommende Jahr eine DC-Ladebox, die
genau das ermöglicht. Die Entscheidung gegen AC begründet Christos
damit, dass DC mehr Steuerungsmöglichkeiten und präzisere
Powerflows erlaubt. Für Gewerbe- und Flottenkunden ist das ein
wichtiger Punkt, da sie Energiekosten optimieren und Lastspitzen
vermeiden müssen. Auch das Thema Megawatt-Charging diskutieren wir
ausführlich. Während einige Hersteller die Notwendigkeit infrage
stellen, verfolgt Sungrow einen klaren Kurs: „Ab 2027 werden
Megawatt-Charger benötigt – und wir werden bereit sein.“ Die
Technologie entwickelt Sungrow bereits, denn insbesondere im
Logistiksektor werden hohe Ladeleistungen unverzichtbar sein, wenn
Standzeiten niedrig bleiben sollen. Langfristig erwartet Christos,
dass Megawatt-Laden einen bedeutenden Anteil am Umsatz ausmachen
wird. Natürlich spreche ich Christos auch darauf an, ob chinesische
Anbieter es im europäischen Markt schwer haben. Seine Antwort zeigt
ein gewachsenes Selbstbewusstsein: „Wir sind seit 2011 in Europa.
Viele Kunden kennen uns aus dem Energiebereich. Vertrauen entsteht
über Jahre – und genau davon profitieren wir.“ Trotzdem müsse man
sich gegen starke Marken behaupten. Entscheidend seien nicht
Herkunft oder Image, sondern Stabilität, Qualität und Support. Nun
aber genug der Vorrede – lass uns direkt in das Gespräch
einsteigen.
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