Rätisches Grauvieh: Wiedergeburt eines Kulturguts

Rätisches Grauvieh: Wiedergeburt eines Kulturguts

Grau, genügsam, gebirgstüchtig: Das Rätische Grauvieh prägte jahrhundertelang die Berglandwirtschaft in Graubünden. Dann verschwand es fast völlig. Heute kehrt diese besondere Rinderrasse zurück – und mit ihr ein Stück alpine Identität. Und wir können ...
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Beschreibung

vor 3 Tagen
Grau, genügsam, gebirgstüchtig: Das Rätische Grauvieh prägte
jahrhundertelang die Berglandwirtschaft in Graubünden. Dann
verschwand es fast völlig. Heute kehrt diese besondere Rinderrasse
zurück – und mit ihr ein Stück alpine Identität. Und wir können
selbst zu ihrer Erhaltung beitragen. Das Rätische Grauvieh ist ein
altes Höhenrind aus dem Alpenraum, seit dem Mittelalter in
Graubünden nachgewiesen. Im 20. Jahrhundert fast ausgestorben, wird
es seit den 1990er-Jahren in der Schweiz systematisch
wiederaufgebaut. Die Tiere sind trittsicher, schwindelfrei und
klettern auf steilen Hängen bis 2'500 Meter. Sie verwerten Gras
dort, wo Maschinen scheitern und kommen mit kargem Futter aus. Der
Charakter der Tiere ist ruhig und umgänglich, zudem sind sie
hitzeresistenter als andere Rassen. Eine Kuh liefert rund 3500 kg
Milch pro Laktationsperiode, die ideal für Käse. Ihr Fleisch ist
feinfaserig und gut marmoriert, ihr langsames Wachstum bedeutet
höhere Fleischqualität und Aroma. Der Einsatz von Rätischem
Grauvieh unterstützt die Alpwirtschaft und die Bewirtschaftung
steiler Berglagen ohne Maschinen. Sie trägt zur offenen
Kulturlandschaft und zur regionalen Identität als «Grischa-Chue»
bei. Wer den Bestand des Rätischen Grauviehs fördern will, kann
Bergkäse und Alpprodukte aus ihrer Milch kaufen. Es gibt auch
Fleischpakete direkt beim Bauern, um die Ganzverwertung des Tieres
zu fördern.

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