Podcaster
Episoden
12.01.2026
4 Minuten
Im Winter leiden Zimmerpflanzen durch trockene Luft und
Lichtmangel. Schädlinge vermehren sich unbemerkt und schwächen die
Pflanzen. Im Januar ist darum der perfekte Moment, um Zimmer- und
Kübelpflanzen zu hegen und zu pflegen, bevor im Frühjahr die
Wachstumsphase beginnt. Die Temperatur in Wohnzimmern ist
normalerweise auf 20° bis 22° eingestellt. Da die geheizte Luft
trocken ist, leiden Zimmerpflanzen oft. Die Blätter werden an den
Spitzen braun, junge Blätter und Blütenknospen fallen ab. Und auch
beim Lüften mit kalter und trockener Luft sinkt die
Luftfeuchtigkeit. Was tun? · Für höhere Luftfeuchtigkeit sorgen,
evtl. Luftbefeuchter aufstellen (ideale Luftfeuchtigkeit circa
50%). · Auf Zugluft empfindliche Pflanzen wie die Birgenfeige
(Ficus benjamina) oder die Efeutute (Epipremnum) an einen
geschützten, hellen Ort stellen. · Pflanzen täglich mit
Wassersprayer besprühen (kalkarmes Wasser verwenden!). Zu hartes
Leitungswasser (über 15° fH) abkochen, so dass sich Kalk auf dem
Topfboden absetzt. Oder Filterkartuschen oder gesammeltes
Regenwasser verwenden. · Öfter durchdringend giessen. · Bei völlig
eingetrockneter Erde oder blühenden Orchideen 1 Mal wöchentlich ein
Wasserbad gönnen: Schüssel mit zimmerwarmem, weichem Wasser halb
füllen, Pflanze mit Topf für eine Stunde hineinstellen.
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09.01.2026
10 Minuten
Schreckliche Bilder, traurige Menschen, fehlende Worte. Wie erkläre
ich Kindern und Jugendlichen eine Katastrophe wie Crans-Montana -
Tod und Trauer? Die Brandkatstrophe von Crans-Montana lässt viele
Menschen sprachlos zurück. Für eine Erklärung fehlen die richtigen
Worte. Auch Kinder und Jugendliche suchen Worte und Erklärungen.
Viele verdrängen die aktuelle Situation. Irgendwann kommen dann
doch Fragen nach dem Warum und Wieso auf. Wie soll man auf Fragen
der Kinder reagieren und wie spreche ich mit Kindern über eine
Katastrophe wie Crans-Montana und den Tod? Stina Schwarzenbach ist
reformierte Pfarrerin in Winterthur. Urs Braun ist
Notfallpsychologe und Präsident des Vereins Notfallpsychologie.
Beide geben Auskunft.
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08.01.2026
5 Minuten
Er ist das einzige noch existierende Pferd, das seinen Ursprung
direkt in der Schweiz hat: der Freiberger aus dem Jura. Früher zog
er Pflüge und Kanonen, heute kämpft er um seine Existenz und um
seinen Platz als Freizeitpartner. Robust, gutmütig, vielseitig ist
die letzte Schweizer Pferderasse. Alle 18 anderen sind im 20.
Jahrhundert verschwunden. Doch der «Fribi» steht vor
Herausforderungen: sinkende Bestände, Inzuchtprobleme und die
Frage, wie viel Fremdblut eine Rasse verträgt. Entstanden ist die
Freibergerrasse seit Ende des 19. Jahrhunderts im Jura aus
einheimischen Stuten und Anglo-Normannen. Das Herdebuch wurde ab
1921 geführt, seit 1997 ist es geschlossen. Unterschieden wird
zwischen «Urfreibergern» (0% Fremdblut, selten),
«Basis-Freibergern» (unter 2% Fremdblut, von Pro Specie Rara
gefördert) und «normalen Freibergern» (bis über 50% Fremdblut). Die
Bemühungen um die Erhaltung der Rasse bewegen sich im Spannungsfeld
zwischen genetischer Vielfalt und Rasseidentität. Die Urfreiberger
sind von Inzucht bedroht, während Hochblut-Freiberger ihren
Charakter verlieren könnten. Der Freiberger ist trittsicher auf
Geröllhalden und Bergpfaden und hervorragende Gewichtsträger. Durch
die Mechanisierung der Landwirtschaft verlor er aber seine
Hauptaufgabe. Und auch die Armee setzt nur noch wenige Pferde ein.
Der Freiberger gilt als das nervenstärkste Pferd der Welt, er ist
genügsam und frühreif. Er ist extrem vielseitig einsetzbar bei der
Arbeit, zum Reiten und Fahren, für Therapie und Freizeit. Darum ist
er ideal für Familien und Anfänger. Unterstützen kann man, indem
man bei der Wahl von Reitställen oder für Familienausflüge auf den
Einsatz von Freibergern achtet. Waldbesitzer können ihren Forst
bodenschonend mit Freibergern bewirtschaften lassen
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08.01.2026
5 Minuten
Mit seiner Posthorn-Rute und der charakteristischen weissen Blesse
im Gesicht ist er unverwechselbar: der Appenzeller Sennenhund.
Aber: Diese lebhafte Schweizer Hunderasse ist gefährdet. Der
«Bläss» steht als einzige Schweizer Hunderasse auf der Roten Liste,
denn die Zuchtbasis ist schmal geworden. Seinen Ursprung hat der
«Bläss» im wenig erstaunlich Appenzellerland. Dort ist seine
Existenz seit 1853 dokumentiert. Vor 100 Jahren galt er als fast
ausgestorben. Heute wird er wieder als gefährdet eingestuft. Darum
hat in Pro Specie Rara auf die Rote Liste genommen. Der «Bläss» ist
ein Teil unseres Kulturerbes. Er bildet eine genetische Reserve und
ist gehört zur Schweizer Identität und Tradition. Die Gründe für
den ständig kleiner werdenden Bestand an Appenzeller Sennenhunden
sind vielfältig: · Verlorene Aufgabe: Moderne Landwirtschaft
braucht keine Treibhunde mehr. · Schmale Zuchtbasis: Fast alle
Hunde sind verwandt, was das Risiko von Inzucht und
Gesundheitsproblemen erhöht. · Schlechtes Image: Der Ruf als
«giftiger Kläffer» hält viele Interessenten ab, obwohl dies bei
guter Erziehung unbegründet ist. · Geringe Verbreitung: Selten
ausserhalb des Appenzellerlands, Mischlinge sind häufiger als
reinrassige Tiere. Der Appenzeller Sennenhund ist robust und
vielseitig: Er ist wetterfest und genügsam, was ihn ideal macht für
das Schweizer Bergklima. Ursprünglich als Treib-, Hüte- und
Wachhund eingesetzt, ist er heute auch Rettungs-, Therapie- oder
Blindenhund oder im Hundesport aktiv. Bei richtigem Umgang und mit
entsprechender Kenntnis des Halters oder der Halterin ist der
Appenzeller Sennenhund auch ein hervorragender Familienhund. Die
Rasse braucht aktive Halter, viel Bewegung und Aufgaben. Sie ist
nicht für Anfänger oder Stadtwohnungen geeignet. Ideal ist ein Haus
mit Garten in ländlicher Umgebung und eine sportliche Familie. Zum
Erhalt der Rasse beitragen kann, wer entsprechende Tiere hält.
Dabei sollte auf verantwortungsvollen Kauf gesetzt werden.
Beschaffen Sie Hunde nur von seriösen Züchtern und Züchterinnen
z.B. über den Club für Appenzeller Sennenhunde. Achten Sie auch auf
Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere. Sie können auch
Botschafter oder Botschafterin sein: Klären Sie andere über den
wahren Charakter des Appenzeller Sennenhundes auf und entkräften
Sie Vorurteile.
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07.01.2026
5 Minuten
Grau, genügsam, gebirgstüchtig: Das Rätische Grauvieh prägte
jahrhundertelang die Berglandwirtschaft in Graubünden. Dann
verschwand es fast völlig. Heute kehrt diese besondere Rinderrasse
zurück – und mit ihr ein Stück alpine Identität. Und wir können
selbst zu ihrer Erhaltung beitragen. Das Rätische Grauvieh ist ein
altes Höhenrind aus dem Alpenraum, seit dem Mittelalter in
Graubünden nachgewiesen. Im 20. Jahrhundert fast ausgestorben, wird
es seit den 1990er-Jahren in der Schweiz systematisch
wiederaufgebaut. Die Tiere sind trittsicher, schwindelfrei und
klettern auf steilen Hängen bis 2'500 Meter. Sie verwerten Gras
dort, wo Maschinen scheitern und kommen mit kargem Futter aus. Der
Charakter der Tiere ist ruhig und umgänglich, zudem sind sie
hitzeresistenter als andere Rassen. Eine Kuh liefert rund 3500 kg
Milch pro Laktationsperiode, die ideal für Käse. Ihr Fleisch ist
feinfaserig und gut marmoriert, ihr langsames Wachstum bedeutet
höhere Fleischqualität und Aroma. Der Einsatz von Rätischem
Grauvieh unterstützt die Alpwirtschaft und die Bewirtschaftung
steiler Berglagen ohne Maschinen. Sie trägt zur offenen
Kulturlandschaft und zur regionalen Identität als «Grischa-Chue»
bei. Wer den Bestand des Rätischen Grauviehs fördern will, kann
Bergkäse und Alpprodukte aus ihrer Milch kaufen. Es gibt auch
Fleischpakete direkt beim Bauern, um die Ganzverwertung des Tieres
zu fördern.
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Über diesen Podcast
Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt
Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.
Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues
auszuprobieren.
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