Wenn das Fitness Studio zur Bühne des Wahns wird
In «Gym» führt die deutsche Autorin Verena Kessler in ein selten
literarisiertes Terrain. Ein Fitnessstudio, in dem eine mollige
junge Frau zwischen Hanteln, Proteinshakes und Körperkult den Bezug
zur Realität verliert und zeigt, wohin Perfektionsdru ...
57 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Tagen
In «Gym» führt die deutsche Autorin Verena Kessler in ein selten
literarisiertes Terrain. Ein Fitnessstudio, in dem eine mollige
junge Frau zwischen Hanteln, Proteinshakes und Körperkult den Bezug
zur Realität verliert und zeigt, wohin Perfektionsdruck führen
kann. Mit «Gym» betritt die deutsche Autorin Verena Kessler
erzählerisches Neuland. Ihr Roman spielt fast vollständig in einem
Fitness Club. Im Zentrum steht eine junge Frau, die in einem
fiktiven Studio an der Bar arbeitet und sich zunehmend vom Sog der
Trainingswelt erfassen lässt. Was als neugieriges Mitmachen
beginnt, wächst sich zu einer Obsession aus. Zwischen Gewichten,
Spiegelwänden und Leistungsdruck verschwimmen für sie die Grenzen
zwischen Selbstoptimierung und Selbstverlust. Der Wahn nimmt zu und
mündet schliesslich in Gewalt. Während die Protagonistin im Roman
immer tiefer in die Fitnesswelt abgleitet, boomt diese auch in der
Realität: In der Schweiz besitzt inzwischen über 15 Prozent der
Bevölkerung ein Fitnessabonnement. Kesslers Roman trifft damit
einen Nerv unserer Zeit und zeigt, wohin dieser Körperkult führen
kann. Im Treffpunkt sprechen wir über dieses wachsende Phänomen und
seine Folgen.
literarisiertes Terrain. Ein Fitnessstudio, in dem eine mollige
junge Frau zwischen Hanteln, Proteinshakes und Körperkult den Bezug
zur Realität verliert und zeigt, wohin Perfektionsdruck führen
kann. Mit «Gym» betritt die deutsche Autorin Verena Kessler
erzählerisches Neuland. Ihr Roman spielt fast vollständig in einem
Fitness Club. Im Zentrum steht eine junge Frau, die in einem
fiktiven Studio an der Bar arbeitet und sich zunehmend vom Sog der
Trainingswelt erfassen lässt. Was als neugieriges Mitmachen
beginnt, wächst sich zu einer Obsession aus. Zwischen Gewichten,
Spiegelwänden und Leistungsdruck verschwimmen für sie die Grenzen
zwischen Selbstoptimierung und Selbstverlust. Der Wahn nimmt zu und
mündet schliesslich in Gewalt. Während die Protagonistin im Roman
immer tiefer in die Fitnesswelt abgleitet, boomt diese auch in der
Realität: In der Schweiz besitzt inzwischen über 15 Prozent der
Bevölkerung ein Fitnessabonnement. Kesslers Roman trifft damit
einen Nerv unserer Zeit und zeigt, wohin dieser Körperkult führen
kann. Im Treffpunkt sprechen wir über dieses wachsende Phänomen und
seine Folgen.
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