Zwangssterilisierungen im Dritten Reich
Nationalsozialisten machten Menschen, die nicht in ihr reines
Rassenbild passten, gegen ihren Willen unfruchtbar. Erst jetzt wird
klar: Davon waren auch Schweizerinnen betroffen.
23 Minuten
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Beschreibung
vor 5 Tagen
Es ist eines von vielen dunklen Kapiteln in der Geschichte des
Nationalsozialismus: Um ihre «Rassenhygiene» zu erhalten, sollten
sich nur «gesunde» Menschen fortpflanzen dürfen. Wer diesem Bild
nicht entsprach, wurde von den Nationalsozialisten im Dritten
Reich zwangssterilisiert.
Dank der Basler Historikerin Sophie Küsterling wird jetzt
bekannt, dass es dabei auch Schweizer Opfer gegeben hat. Die
meisten von ihnen waren Frauen. Küsterling hat ihre Geschichte
wissenschaftlich aufgearbeitet – und dabei herausgefunden: Die
Schweizer Behörden haben nicht viel dagegen unternommen und den
Betroffenen nur sehr selektiv geholfen.
Warum blieb das so lange im Verborgenen? Wer ist damals Opfer
solcher Zwangssterilisierungen geworden? Und warum haben die
Schweizer Behörden in vielen Fällen weggeschaut?
Unser Romandie-Korrespondent Benno Tuchschmid hat bereits ein
Buch über Schweizer KZ-Häftlinge geschrieben. Jetzt hat er sich
mit Sophie Küsterling über ihre neue Forschung unterhalten – und
erzählt davon in einer neuen Folge des täglichen Podcasts
«Apropos».
Host: Alexandra Aregger
Produzent: Tobias Holzer
Artikel zum Thema:
Nazis führten an Schweizerinnen Zwangssterilisierungen durch
– und «der Bund tat nicht viel dagegen»
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