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  4. Atypische Weidemyopathie
In dieser Folge besprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Victoria
Kratzmann die Klinik, Pathophysiologie und toxischen Ursachen der
atypischen Weidemyopathie. Im Mittelpunkt stehen drei Studien aus
dem Jahr 2o25: Assessment of tree- associated atypical myopathy
risk factors in Acerpseudoplatanus(sycamore) seeds and leaves;
González-Medina et al (2025) Equine Vet ; Unravelling Faecal
Microbiota Variations in Equine Atypical Myopathy: Correlation
with Blood Markers and Contribution of Microbiome; Francois et al
(2025) Animals und In Vitro Investigation of Equine Gut
Microbiota Alterations During Hypoglycin A Exposure¸Francois et
al (2025) Animals

Klinische Symptome der Atypischen Weidemyopathie

· Schwäche, Steifheit, Dyspnoe, Myoglobinurie, Festliegen

· Mortalitätsrate bis 75%, in der Regel 72h nach Beginn der
Symptome

Betroffen

· Pferde mit 24h Weidegang ohne Zufütterung

· Oft unter 3 Jahre alt und eher dünn

· Vor allen im Herbst

Auslöser

· Toxischer Metabolit des Hypoglycin A von Samen des Berg- oder
Eschenahorn

· Inhibierte Acyl-CoA-Dehydrogenasen dadurch Störung der
beta-Oxidation

· Betroffen ist der Energiestoffwechsel der Typ I Muskelfasern in
Halte- und Atemmuskulatur

Therapie

· symptomatisch

Einflussfaktoren auf die Hypoglycin A Konzentration in
Samen des Bergahorns

· Hohe Variabilität der Konzentration der Samen bei einem Baum

· Mechanische Zerkleinerung erhöht die Hypoglycin A Konzentration

o Wärme (>4°C) und Feuchte steigern die Hypoglycin A
Konzentration dieser beschädigten Samen

· Geschädigte Samen können Wasser kontaminieren

Sonstiges

· Intestinale Mikroflora ist in der Lage Hypoglycin A abzubauen

· Hypoglycin A Konzentration kann im kontaminiertem Heu über
Jahre verbleiben

· Eine Intoxikation von Fohlen über Muttermilch oder
transplazentar ist möglich

Quellen: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-5/

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