Wie du Inspektionen und Regularien zu deinem Vorteil nutzt | Conny Dethloff
vor 3 Monaten
Beschreibung
vor 3 Monaten
Der Start in die regulierte Welt ist nicht immer einfach: Die
ersten Regeln, Gesetze und Aufsichtsbehörden kommen auf einen zu.
Doch es gibt unendlich viel zu lernen.
DarĂŒber spricht Christof Layher in seiner neuen Folge vom
ChaosHacker-Talk mit Conny Dethloff.
Conny war bei Ordo Novus, davor bei OTTO und hat sich immer mit
Daten, Wertschöpfung und BI beschĂ€ftigt. UrsprĂŒnglich ist
erDiplommathematiker.
Vor einiger Zeit hat er ein Jobupdate gepostet: Jetzt ist er IT-
und Organisationsleitung bei der Sparkasse. Das war fĂŒr Christof
der Auslöser: Er will rauskriegen, was Conny in den ersten 100
Tagen des Jobs gelernt hat!
Conny erklÀrt, dass die Idee hinter Regulatorik grundsÀtzlich gut
ist. Es soll mit Daten und Prozessen kein Schindluder getrieben
werden, sondern Menschen sollen geschĂŒtzt werden.
Die Idee ist in seinen Augen, dass es interne Referenzen
gibt,beispielsweise die Dokumentation. Durch die Summe der
internen Referenzen sollen dann die externen bedient werden.
Dadurch entsteht aber oft auch ein Ăberangebot: Man macht viele
interne Referenzen und es entsteht eine Eigendynamik. Dadurch
verliert man den Ăberblick darĂŒbe, ob die internen Referenzen nun
auf dieexternen Referenzen einzahlen.
Christof erklĂ€rt deswegen den Intended Use â mit diesem kann man
immer abchecken, ob man richtig liegt.
Um damit umzugehen, geht es auch um den Blickwinkel. Man kann
genervt sein von den Regularien oder man kann sich fragen, an
welchen Stellen die Regulatorik fĂŒr einen selbst, das Team und
die Organisation einen Nutzen schafft.
Dokumentation um der Dokumentation willen lohnt sich nicht.
Und deswegen sind auch PrĂŒfungen oder Inspektionen gar nichts
Schlimmes:Sie können dabei helfen, besser zu arbeiten und decken
manchmal Denkmuster auf, die uns helfen, besser zu werden.
In dem Zusammenhang bringt Conny das Wort Konstruktivismus auf,
in seinen Augen ein Zusammenspiel zwischen Intention und
Emergenz.
Als radikaler Konstruktivist glaubt Conny daran, dass jeder
Mensch sich seine eigene Erfahrungswelt aufbaut, mit dieser
blicken wir auf die groĂe Welt.
Unsere kulturelle PrĂ€gung hat einen groĂen Impact darauf, wie wir
miteinander arbeiten und welche Bedeutungen wir in den Dingen
sehen.
Dazu kommen dann noch Ethik und Moral: Ethik ist auf einen
selbstgerichtet, Moral nach auĂen. Ethik ist aber wichtiger, denn
wirmĂŒssen Verantwortung fĂŒr uns selbst ĂŒbernehmen. Conny
erklÀrt:Wenn Regulatorik dich nervt, dann schau doch mal darauf,
was in dir selbst sich dagegen strÀubt.
Christof erzÀhlt, dass ihm erst wÀhrend der Pandemie klar wurde,
wie wichtig es ist, sich mit dem Team ĂŒber Werte auszutauschen.
Er hatte sich mit dem frisch vor Covid aufgebauten Team ĂŒber
diese Werte unterhalten und so haben sie die Zeit rÀumlich
getrennt voneinander gut durchgehalten.
Auch das Thema WertschÀtzung wird von den beiden diskutiert.
Ein gemeinsames Zielbild sieht Christof dabei als
Hauptverantwortung fĂŒr FĂŒhrung.
Wenn Menschen gemeinsam Wert kreieren, dann ist fehlende
WertschÀtzung gegeneinander oder von oben oft kein Problem mehr.
Das Fazit der beiden: Regulatorik ist da, davon kommen wir nicht
los. In unserer Verantwortung liegt allerdings, wie wir damit
umgehen. Mach es nicht immer zum GesprÀch, sondern konzentriere
dich auf die Wertgenerierung.
00:00:00 Vorstellung Conny Dethloff
00:04:12 Erster Eindruck: Regularien
00:08:52 Intended Use
00:13:26 Mindset zu Systemen
00:22:25 Systeme verÀndern
00:23:40 PrĂŒfung und Inspektion
00:26:35 Konstruktivismus
00:40:30 LoyalitÀt und Werte
00:45:05 WertschÀtzung
00:55:14 Positiv arbeiten
00:58:28 Regulatorik fĂŒr Wertschöpfung
01:00:04 Zwei Fragen an Conny
Weitere Episoden
1 Stunde 2 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 10 Minuten
vor 3 Wochen
1 Stunde 2 Minuten
vor 4 Wochen
26 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.