Komplexe Systeme brauchen neue Entscheidungswege | Julia Werra
1 Stunde 1 Minute
Beschreibung
vor 5 Tagen
Wenn die Life Science-Welt eins kann, dann ist es, linear
Projekte und Prozesse abzubilden.
Doch die Welt ist nicht mehr linear, sie ist komplex.
Umdenken ist angesagt.
Darüber diskutiert Christof Layher, Host des Podcasts
ChaosHacker-Talk diesmal mit Julia Werra. Sie ist AI Innovation
Lead bei der Syncwork AG mit einem Fokus auf Business Value.
Dabei sitzt sie an derSchnittstelle zwischen IT, Menschen und
Entscheidungen.
Christof geht gleich rein:
Was sind notwendige Entscheidungen?
Für Julia ist es wichtig, dass es immer einen Weg nach vorne
gibt. Dabei muss zunächst ein Fokus gesetzt und der Scope klar
abgesteckt werden. Außerdem müssen Mitarbeitende auch die Zeit
bekommen, um Projektarbeit zu machen – das kann man nicht
„nebenbei“ noch mitmachen.
Der Fokus, also der Intended Use, muss definiert werden,
inDigitalisierungsprojekten klappt das aber leider nicht immer.
Julia betont, dass Digitalisierungsprojekte nur
interdisziplinärerfolgreich sein können. Menschen müssen an einem
Tisch sitzen, um dort Informationen auszutauschen und
Entscheidungen zu treffen.
Die Teams haben aufgrund ihrer Aufgabe im Unternehmen eine
unterschiedliche Kultur. Oft wird unterschätzt, dass diese
Kulturen für Projekte dann zusammengebracht werden müssen.
Christof erklärt nochmal den Begriff „Komplexität“: Das
beschreibt einSystem, das wir nur von außen beobachten können und
bei dem wir oft nicht wissen, wie es im Inneren funktioniert.
Julia beschreibt lieber die Reaktion, die Menschen auf komplexe
Systeme haben: Ohmacht und damit Stillstand. Es müssen also
Fragen geklärt werden und dafür müssen die Strategiestränge in
Actionable Items übersetzt werden.
Durch die Einführung von KI geht Julia davon aus, dass sich der
klassische Ablauf von Projekten komplett verändern wird. Dazu
gehört auch, dass nach dem Go-Life eine große Aufgabe bei
Maintenance und Monitoring liegt, dadurch können Projekte gar
nicht richtig „fertig“ sein.
KI ist für Laura wie ein digitales System, das mit der
Organisation selbst vernetzt sein muss. Sie erzählt von einem
„KI-Blaming“, wobei öfter die Daten als die KI das Problem sind.
Man muss sich mit den Daten auseinandersetzen. Wenn man keine
Kapazitäten dafür hat – dann muss man sich Expert:innen
einkaufen, die einen Wissenstransfer herstellen.
Wenn Anbieter keinen Wissenstransfer anbieten, ist das für
Christof eine Red Flag.
Die beiden diskutieren über Tools, Tool-Agnostik und darüber,
wann und wie Tools ausgetauscht werden sollten. Zudem gibt es ja
noch Plattformen, die als Vendor Login die Tools zusammenbringen.
Auch Führung ist ein wichtiges Thema, sowie die Zusammenarbeit
der Fachbereiche. Eine „geht nicht“-Aussage oder sogar das
Ignorieren von Problemen kann dazu führen, dass Mitarbeitende
sich nicht trauen, Lösungen an den Tisch zu bringen. Mal wieder
ein klares Kultur-Problem!
00:00:00 Vorstellung Julia Werra
00:02:28 Entscheidungen treffen
00:06:19 Intended Use in Digitalisierungsprojekten
00:11:34 Begriff „Komplexität“
00:17:04 Untraditionelle Projekte
00:24:47 Tool-Agnostik
00:28:08 Arbeit mit Externen
00:39:26 Own the stack
00:49:42 Zusammenarbeit und Führung
00:56:14 Zwei Fragen an Julia
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