Das Sterben von Jesus ist gelebtes Vater-Unser
Das Weizenkorn, das stirbt (5. Sonntag der Fastenzeit)
16 Minuten
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Beschreibung
vor 7 Jahren
„Amen, amen, ich sage euch: Wenn das
Weizenkorn nicht auf die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein;
wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. (...) Jetzt ist
meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich
aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde
gekommen.
Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom
Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder
verherrlichen.“ (Evangelium nach Johannes vom 5.Sonntag der
Fastenzeit)
In diese wenigen Worte ist das ganze Leiden Jesu
hineinverdichtet, die Not und die Erschütterung am Ölberg, das
Nicht-Erkanntwerden von den Eigenen, aber auch das physische
Leiden bis in die letzte Faser seines Leibes hinein. Diese
wenigen Verse enthalten aber auch das ganze Vater-Unser, das
Jesus nicht nur mit den Lippen betet. Das ganze Leben und das
ganze Sterben ist wie ein dargelegtes Vater-Unser. Das Ja zum
Vater muss in jedem Augenblick des Leidens aktualisiert werden,
damit aus dem Weizenkorn, das stirbt, neues Leben entsteht. Und
wenn wir so ein Weizenkorn werden, kann der Hunger der Welt durch
unsere liebende Existenz gestillt werden.
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