Wo der Himmel sich in die Erde senkt - das Gleichnis vom Samen und vom Wachsen
11. Sonntag i. Jahreskreis/ Lesejahr B
11 Minuten
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Beschreibung
vor 7 Jahren
Es ist ein Lebensgesetz, das Jesus hier in den Mittelpunkt
seines Gleichnisses vom Samen stellt, das unserem Empfinden
diametral entgegensteht. Wenn wir im Alltag etwas planen und tun,
dann gehen wir davon aus, dass wir mit unserem eigenen Einsatz
und unserer Initiative ganz und gar dafür verantwortlich sind, ob
etwas daraus wird. Wenn wir nur genug investieren, wird es schon
werden. So oder so ähnlich funktioniert unsere moderne
Gesellschaft, in der alles auf Leistung und Machbarkeit angelegt
ist.
Das Wachstum, von dem Jesus spricht, verläuft anders: säen
und pflanzen muss man, der Anfang will gesetzt werden, aber das,
worauf es vor allem ankommt, das Größer- und Reiferwerden und zur
eigentlichen Gestalt gelangen, so wie ein Baum, in dem die Vögel
des Himmels nisten und Leben entfalten, das geschieht in der
Kraft eines anderen - und ganz im Verborgenen, nicht sichtbar und
in der Geduld des Warten-Könnens.
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