Gottes Herrlichkeit ist der lebendige Mensch

Gottes Herrlichkeit ist der lebendige Mensch

"Ein neues Gebot gebe ich Euch...!"
13 Minuten

Beschreibung

vor 6 Jahren

Das Wort „verherrlichen“, das im heutigen Evangelium
fünfmal hintereinander auftaucht, kommt in unserer Alltagssprache
nicht vor und ist zunächst wenig zugänglich. 


Vielleicht kann man das, was Jesus hier sagen möchte,
besser verstehen, wenn man sich vor Augen führt, was Liebende
tun, wenn sie ihren Geliebten anderen vorstellen und all jene
Vorzüge in den Vordergrund stellen wollen, von denen die anderen
noch keine Ahnung haben. „Verherrlichen“ kann dann so verstanden
werden, dass ich die verborgene Herrlichkeit im Leben eines
anderen Menschen sehe und alles dafür tue, dass das auch vor
anderen sichtbar wird. So tut auch der Sohn alles dafür, dass die
Herrlichkeit des Vaters offenbar wird.


Und nirgends leuchtet die Herrlichkeit des Vaters so sehr
auf wie in der Hingabe des Sohnes. Wenn in ihm und in seiner
Hingabe Gottes Herrlichkeit aufleuchtet, dann wird in ihm auch
sichtbar, zu welcher Herrlichkeit wir Menschen berufen sind, dass
unsere Größe und Würde darin besteht, zu lieben und das Leben
liebend hinzugeben.


Jesus zeigt, wie auch durch das Leben der Jünger etwas von
Gottes Herrlichkeit in diese Welt hineinkommt. Da, wo Menschen
einander lieben, da wird etwas von Gottes Herrlichkeit
sichtbar.


„Gottes Herrlichkeit ist der lebendige - man könnte auch
sagen der liebende -  Mensch!“, so Irenäus von Lyon
(Kirchenvater im 2. Jh.).



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