Die Scharfschützen-Touristen von Sarajevo
In Italien werden alte Vorwürfe aus dem Bosnien-Krieg neu
untersucht. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Behörden
etwas Handfestes herausfinden?
20 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Monaten
Sie sollen in dunkler Nacht eingeflogen worden sein, übers
Wochenende in den Krieg und wieder zurück. 200’000 Euro für einen
Jagdausflug in die Hügel von Sarajevo.
Ein Jagdausflug aus Menschen. Vor dreissig Jahren endete der
Krieg in Bosnien-Herzegowina, seither halten sich hartnäckig die
Gerüchte von wohlhabenden Westlern (auch aus der Schweiz), die
auf «Sarajevo-Safari» gegangen sein und von den Hügeln gegen
Bezahlung auf Zivilisten geschossen haben sollen. Handfeste
Beweise für die Vorwürfe gibt es bislang keine. Eine Untersuchung
in Mailand könnte das nun ändern – nach der Recherche eines
italienischen Journalisten ist die Staatsanwaltschaft aktiv
geworden.
Wie gross sind die Erfolgschancen einer solchen Untersuchung? Und
was bedeutet diese neue Entwicklung für die Menschen in Bosnien?
Darum geht es in einer neuen Folge von «Apropos». Zu Gast ist
Elisa Britzelmeier, die neue Korrespondentin der Süddeutschen
Zeitung und des Tages-Anzeigers in Italien.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Sibylle Hartmann
Scharfschützen-Tourismus im Bosnienkrieg: «Es ist unfassbar
für mich, dass jemand aus Vergnügen das Kind eines anderen tötet»
Apropos-Folge über Amina Ovcina Cajacob, die den Krieg in
Bosnien überlebt hat: «Ich war ein Kind und dann nicht mehr»
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