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Beschreibung
vor 5 Monaten
Steigende Ausgaben, stagnierende Einnahmen und ein für 2026
erwartetes Defizit von 3,5 Milliarden Euro: Die Pflegeversicherung
steht massiv unter Druck. Trotz mehrfacher Beitragserhöhungen – von
einst 1 Prozent im Jahr 1996 auf heute bis zu 4,2 Prozent – droht
dem System die finanzielle Überlastung. Diskussionen über
Leistungskürzungen, wie zuletzt die Debatte um den Pflegegrad 1,
verdeutlichen die angespannte Lage. In dieser Episode spricht
Christoph Grätz mit Frank Krursel, Pflegeexperte und zuständig für
die stationäre Altenhilfe im Caritasverband für das Bistum Essen.
Krursel rückt einen Aspekt in den Fokus, der seiner Meinung nach in
der politischen Debatte zu kurz kommt: Prävention und
Gesundheitsförderung als echte Chance zur Entlastung der
Pflegekassen. Gemeint sind medizinische, pflegerische und
organisatorische Veränderungen, die auf einen möglichst späten
Eintritt der Pflegebedürftigkeit abzielen. Dazu zählen,
Ernährungsberatung und Aktivitäten gegen Einsamkeit, präventive
Hausbesuche, Reha-Elemente in der Pflege, die helfen Mobilität und
Selbständigkeit zu erhalten und regelmäßige Medikations-Checks.
Krursel ist überzeugt: Ein stärker präventiv ausgerichtetes System
würde langfristig nicht nur Kosten senken, sondern auch die
Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren verbessern. Zur Person
Frank Kursel (58) Nach seiner Ausbildung in der Krankenpflege hat
Frank Krursel Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Pflege
gesammelt, unter anderem als Fachpfleger in der Nephrologie. Danach
hat er den Bereich der „Hochleistungsmedizin“ verlassen, in die
ambulante Pflege gewechselt und die Leitung eines Pflegedienstes im
Münsterland übernommen. Berufliche Weiterbildungen und das Studium
der Pflegewissenschaften haben sein besonderes Interesse für
Gesundheitsförderung und Prävention geweckt. Seit 17 Jahren ist
Krursel beim Caritasverband für das Bistum Essen, zunächst als
Referent für ambulante Pflege und palliative Versorgung tätig, seit
zwei Jahren für die stationäre Altenhilfe und palliative
Versorgung.
erwartetes Defizit von 3,5 Milliarden Euro: Die Pflegeversicherung
steht massiv unter Druck. Trotz mehrfacher Beitragserhöhungen – von
einst 1 Prozent im Jahr 1996 auf heute bis zu 4,2 Prozent – droht
dem System die finanzielle Überlastung. Diskussionen über
Leistungskürzungen, wie zuletzt die Debatte um den Pflegegrad 1,
verdeutlichen die angespannte Lage. In dieser Episode spricht
Christoph Grätz mit Frank Krursel, Pflegeexperte und zuständig für
die stationäre Altenhilfe im Caritasverband für das Bistum Essen.
Krursel rückt einen Aspekt in den Fokus, der seiner Meinung nach in
der politischen Debatte zu kurz kommt: Prävention und
Gesundheitsförderung als echte Chance zur Entlastung der
Pflegekassen. Gemeint sind medizinische, pflegerische und
organisatorische Veränderungen, die auf einen möglichst späten
Eintritt der Pflegebedürftigkeit abzielen. Dazu zählen,
Ernährungsberatung und Aktivitäten gegen Einsamkeit, präventive
Hausbesuche, Reha-Elemente in der Pflege, die helfen Mobilität und
Selbständigkeit zu erhalten und regelmäßige Medikations-Checks.
Krursel ist überzeugt: Ein stärker präventiv ausgerichtetes System
würde langfristig nicht nur Kosten senken, sondern auch die
Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren verbessern. Zur Person
Frank Kursel (58) Nach seiner Ausbildung in der Krankenpflege hat
Frank Krursel Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Pflege
gesammelt, unter anderem als Fachpfleger in der Nephrologie. Danach
hat er den Bereich der „Hochleistungsmedizin“ verlassen, in die
ambulante Pflege gewechselt und die Leitung eines Pflegedienstes im
Münsterland übernommen. Berufliche Weiterbildungen und das Studium
der Pflegewissenschaften haben sein besonderes Interesse für
Gesundheitsförderung und Prävention geweckt. Seit 17 Jahren ist
Krursel beim Caritasverband für das Bistum Essen, zunächst als
Referent für ambulante Pflege und palliative Versorgung tätig, seit
zwei Jahren für die stationäre Altenhilfe und palliative
Versorgung.
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