Podcaster
Episoden
17.12.2025
19 Minuten
„Ich glaube, dass es viele ältere – aber auch jüngere – Menschen
gibt, die sich nicht eingestehen wollen, dass sie einsam sind.
Einsamkeit ist in Deutschland ein großes Thema, das noch viel zu
wenig beachtet wird. Ich kann Freunde haben und jeden Tag unterwegs
sein und mich trotzdem einsam fühlen“, sagt Cedrik Pelka. Der
28-Jährige Fernsehjournalist engagiert sich bei der Aktion Herz am
Telefon der Caritas für die Stadt Essen (cse). Meist einmal pro
Woche telefoniert er mit einer älteren Dame vom Niederrhein.
Manchmal dauern die Gespräche eineinhalb Stunden, manchmal auch nur
eine halbe. „Wo komme ich sonst regelmäßig in Kontakt mit über
80-Jährigen?“, fragt Cedrik Pelka, der keine Großeltern mehr hat.
Ganz nebenbei bringt das Projekt Menschen unterschiedlicher
Generationen miteinander ins Gespräch. „Wir halten uns auf dem
Laufenden und sprechen über Gott und die Welt. Das Schöne ist, dass
es am Telefon ganz unkompliziert möglich ist, Zeit miteinander zu
verbringen“, erklärt Cedrik Pelka die Vorzüge seines Ehrenamtes.
Ihm kommt entgegen, dass Herz am Telefon ein Ehrenamt ist, das sich
auch bei begrenzten zeitlichen Möglichkeiten gut in seinen Alltag
integrieren lässt – und für ihn eine echte Bereicherung darstellt.
Seine Empfehlung für Menschen, die sich engagieren möchten: einfach
einmal im Internet stöbern und nach passenden Angeboten suchen –
zum Beispiel unter www.caritas-ehrenamtsportal.de Infos zu Herz am
Telefon: Herz am Telefon
https://www.caritas-e.de/beratung-hilfe/herz-am-telefon/ Die
Caritas-Sozialdienste Essen (cse) ist der Zusammenschluss von
Caritasverband für die Stadt Essen e.V. und dem Sozialdienst
katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. (SkF). Beide sind zu gleichen
Teilen Gesellschafter.
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10.12.2025
15 Minuten
Zum Jahreswechsel begeht die Schlichtungsstelle des
Caritasverbandes für das Bistum Essen ihr 30-jähriges Bestehen.
Seit ihrer Gründung hat sie sich zu einer verlässlichen Instanz
entwickelt, die arbeitsrechtliche Konflikte innerhalb der Caritas
schnell, kompetent und einvernehmlich beilegt. Die stolze Bilanz:
Über 1100 bearbeitete Verfahren und eine Einigungsquote von rund 90
Prozent. Ins Leben gerufen wurde die Schlichtungsstelle Anfang der
1990er Jahre vom damaligen Diözesancaritasdirektor Günter Berghaus.
Er erkannte früh, dass angesichts wachsender arbeitsrechtlicher
Konflikte eine unabhängige, verbandsinterne Anlaufstelle nötig war.
Für den Vorsitz gewann er den damaligen Richter am
Oberverwaltungsgericht Münster, Dr. Bernd Andrick – inzwischen
Professor der Rechtswissenschaft und bis heute Vorsitzender der
Schlichtungsstelle. Christoph Grätz sprach mit ihm über seine
ehrenamtliche Tätigkeit. Zur Person: Prof. Dr. Bernd Andrick (73)
war von 1991 bis ´96 Richter am Oberverwaltungsgericht Münster.
Anschließend bis 2018 Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht
Gelsenkirchen. Seit 1995 schlichtet er arbeitsgerichtlich relevante
Fragen von Beschäftigten und Dienstgebern des Netzwerkes der
Caritas im Bistum Essen. Andrick lebt in Haltern, ist verheiratet,
hat zwei Kinder und ist stolzer Opa von 4 Enkelkindern.
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20.11.2025
14 Minuten
Steigende Ausgaben, stagnierende Einnahmen und ein für 2026
erwartetes Defizit von 3,5 Milliarden Euro: Die Pflegeversicherung
steht massiv unter Druck. Trotz mehrfacher Beitragserhöhungen – von
einst 1 Prozent im Jahr 1996 auf heute bis zu 4,2 Prozent – droht
dem System die finanzielle Überlastung. Diskussionen über
Leistungskürzungen, wie zuletzt die Debatte um den Pflegegrad 1,
verdeutlichen die angespannte Lage. In dieser Episode spricht
Christoph Grätz mit Frank Krursel, Pflegeexperte und zuständig für
die stationäre Altenhilfe im Caritasverband für das Bistum Essen.
Krursel rückt einen Aspekt in den Fokus, der seiner Meinung nach in
der politischen Debatte zu kurz kommt: Prävention und
Gesundheitsförderung als echte Chance zur Entlastung der
Pflegekassen. Gemeint sind medizinische, pflegerische und
organisatorische Veränderungen, die auf einen möglichst späten
Eintritt der Pflegebedürftigkeit abzielen. Dazu zählen,
Ernährungsberatung und Aktivitäten gegen Einsamkeit, präventive
Hausbesuche, Reha-Elemente in der Pflege, die helfen Mobilität und
Selbständigkeit zu erhalten und regelmäßige Medikations-Checks.
Krursel ist überzeugt: Ein stärker präventiv ausgerichtetes System
würde langfristig nicht nur Kosten senken, sondern auch die
Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren verbessern. Zur Person
Frank Kursel (58) Nach seiner Ausbildung in der Krankenpflege hat
Frank Krursel Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Pflege
gesammelt, unter anderem als Fachpfleger in der Nephrologie. Danach
hat er den Bereich der „Hochleistungsmedizin“ verlassen, in die
ambulante Pflege gewechselt und die Leitung eines Pflegedienstes im
Münsterland übernommen. Berufliche Weiterbildungen und das Studium
der Pflegewissenschaften haben sein besonderes Interesse für
Gesundheitsförderung und Prävention geweckt. Seit 17 Jahren ist
Krursel beim Caritasverband für das Bistum Essen, zunächst als
Referent für ambulante Pflege und palliative Versorgung tätig, seit
zwei Jahren für die stationäre Altenhilfe und palliative
Versorgung.
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05.11.2025
19 Minuten
„Wir helfen Eltern, Vorbilder für ihre Kinder zu sein.“ Brandhelfer
und Türöffner: Wie ein Projekt in Oberhausen Eltern in eine
Beschäftigung vermittelt und ihnen ein neues Selbstwertgefühl
verhilft. Brandhelfer und Türöffner: Wie ein Projekt in Oberhausen
Eltern in eine Beschäftigung vermittelt und ihnen ein neues
Selbstwertgefühl verhilft. In drei Anlaufstellen an den Standorten
Sterkrade, Alt-Oberhausen und Osterfeld arbeiten Berater*innen des
Projektes SITAO-Plus aktiv daran, Armut zu bekämpfen. Die drei
Träger die Kurbel, das Zentrum für Arbeit und Qualifikation (ZAQ)
der AWO und die Caritas Oberhausen haben sich zusammengetan, um
Menschen in eine Beschäftigung zu vermitteln und ihnen damit in ein
Selbstwertgefühl zurückzugeben. Sie machen Eltern stark, sich als
Vorbilder für Ihre Kinder zu fühlen. Die Teams unterstützen
Familien und Alleinerziehende, die, Leistungen nach SGB-II
beziehen, das sogenannte Bürgergeld oder Grundsicherung nach dem
SGB-XII. Hauptantragsteller ist die Kurbel, ein Träger der
Jugendberufshilfe in Oberhausen und Mülheim. Das Projekt wird im
Rahmen des Programms "Akti(F) Plus - Aktiv für Familien und ihre
Kinder“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die
Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus)
gefördert. Christoph Grätz sprach mit Inga Kellermann von der
Caritas Oberhausen und Projektleiterin Stephanie Janßen von der
Kurbel. Ein Beitrag des Caritasverbandes für das Bistum Essen zum
Caritas-Jahresthema 2025: "Caritas öffnet Türen. Da kann ja jeder
kommen."
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27.08.2025
20 Minuten
Viele Menschen mit Parkinson ziehen sich aus Scham über ihre
Krankheit und deren Symptome aus dem öffentlichen Leben zurück. Der
aus New York stammende Musiker Nenad Bach, selbst an Parkinson
erkrankt, wollte dem etwas entgegensetzen. 2017 gründete er die
Initiative PingPongParkinson, um Betroffenen durch gemeinsames
Tischtennisspielen neue Lebensfreude zu schenken. In Deutschland
gibt es die Bewegung seit 2020 – und sie wächst stetig. In dieser
Episode besucht Christoph Grätz die PingPongParkinson-Gruppe im
Schulzentrum Stoppenberg in Essen. Jeden Dienstag treffen sich dort
12 bis 20 Spieler*innen, um gemeinsam an der grünen Platte zu
trainieren – mit beeindruckenden Effekten: Viele berichten von
einer spürbaren Verbesserung ihrer Symptome. Zu Wort kommen unter
anderem: • Annette Paul (57), Leiterin einer Selbsthilfegruppe in
Essen, die regelmäßig an der PPP-Gruppe teilnimmt. • Peter
Renneberg (69), ehemaliger Apotheker, der seit zweieinhalb Jahren
dabei ist – gemeinsam mit seiner Frau. Er erzählt, wie Tischtennis
ihm hilft und was den besonderen „spirit“ der PPP-Gruppe ausmacht.
• Olaf Wetzel (63), Trainer der Gruppe, der mit großer Bewunderung
über die Sportler*innen spricht. • Helga Grell (72), die mit ihrer
Schwester kommt – weniger aus sportlichen Ambitionen, sondern wegen
des gemeinsamen Miteinanders. Auch Tobias Papies (42),
Sportwissenschaftler und stellvertretender sportlicher Leiter beim
DJK Franz Sales Haus e.V., erzählt von seinem Engagement. Seit 18
Jahren trainiert er mit Leidenschaft Menschen aller Altersgruppen
und Fähigkeiten im Tischtennis – und war maßgeblich an der Gründung
der PPP-Gruppe in Essen beteiligt. Auf dem Foto des Episodencovers
(vlnr): Tobias Papies, Helga Grell, Peter Renneberg, Annette Paul
und Olaf Wetzel. Foto: Caritas / Nicola van Bonn Der DJK Franz
Sales Haus e.V. bietet Sport für rund 2.300 Aktive in 15
verschiedenen Sportarten – inklusiv, vielfältig und engagiert. Hier
findet auch jährlich das Inklusives Tischtennis-Turnier "MitMensch"
(https://www.franz-sales-haus.de/franz-sales-haus/infos/termine/detail/inklusives-tischtennis-turnier-mitmensch-1)
statt – das größte Tischtennisturnier für Menschen mit Behinderung
in Deutschland. Rund 600 Teilnehmer*innen treten hier an drei Tagen
gegeneinander an. Oder sollte es besser heißen miteinander? Die
Besonderheit: Jeder bekommt eine Medaille. Ab Anfang Oktober ist
auch die Ausgabe 3/2025 der Zeitschrift Caritas in NRW verfügbar
mit weiteren spannenden Beiträgen zum Thema „Sport und Caritas“.
Mehr Infos dazu: https://www.caritas-nrw.de/ In Deutschland gibt es
mittlerweile rund 80 PingPongParkinson-Gruppen, davon ca. 20 in
NRW. Bei der Suche nach einer geeigneten Gruppe hilft der
Stützpunktfinder
(https://www.pingpongparkinson.de/stuetzpunkte/pingpongparkinson-deutschland)
Weitere Informationen: https://www.pingpongparkinson.de/
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Über diesen Podcast
caritalks ist der Podcast zu sozialen Themen der Caritas in NRW,
nicht nur für Führungskräfte der Sozialwirtschaft. In regelmäßigen
Episoden berichten wir über Themen aus unserem Netzwerk. Wir
bereiten Informationen, Perspektiven und Argumente aus der sozialen
Arbeit auf. Wir führen Gespräche mit Expertinnen und Experten des
sozialen Sektors und berichten von Projekten und Veranstaltungen.
caritalks ist Teil der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit der fünf
Diözesan-Caritasverbände in Nordrhein-Westfalen.
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