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23 Minuten
In Deutschland nehmen sich jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen das Leben. Die Zahl der Suizidversuche liegt Schätzungen zufolge zehn- bis zwanzigmal höher. Damit sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten, illegale Drogen und AIDS zusammen. Jeder Suizid hinterlässt Spuren: Neuere Zahlen gehen von bis zu 135 Menschen aus, die direkt oder indirekt betroffen sind, darunter Familie, Freundinnen und Kolleginnen. In dieser Folge von caritalks spricht Christoph Grätz mit drei Menschen, die sich beruflich und ehrenamtlich dafür einsetzen, Menschen in suizidalen Krisen beizustehen: • Chantal Abt, Leiterin des Teams Suizidprävention bei der Caritas Gelsenkirchen • Selin Yazicioglu, hauptamtliche Mitarbeiterin von [U25], der Mailberatung für junge Menschen mit Suizidgedanken • Michael Denzin vom Förderverein der TelefonSeelsorge Essen Die drei berichten aus ihrer Arbeit: Woran erkennt man, dass jemand an Suizid denkt? Wie können Angehörige, Freund*innen oder Kolleg*innen darauf reagieren? Und wie schützen sich die Berater*innen selbst in dieser zum Teil belastenden Arbeit? Zum Schluss formulieren sie ihre Wünsche an die Gesellschaft, das Thema Suizid offener anzusprechen, und an die Politik, diese wichtige Arbeit verlässlich zu unterstützen. Anlass für das Gespräch war der Welttag der Suizidprävention am 10. September. Am Vorabend fand in der Essener Marktkirche ein Gedenkgottesdienst statt, an dem alle drei Gäste mitgewirkt haben. Hilfe in Krisen: Wenn du selbst an Suizid denkst oder dir Sorgen um jemanden machst, bist du nicht allein. Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei und anonym erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 sowie online TelefonSeelsorge https://www.telefonseelsorge.de/ Junge Menschen unter 25 finden Unterstützung per Mail bei [U25] unter https://www.u25-deutschland.de/ Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren sowie ihre Bezugspersonen finden Hilfe bei Lebenslicht, der psychologischen Beratung der Caritas Gelsenkirchen https://www.caritas-gelsenkirchen.de/wir-helfen/kinderjugendundfamilie/beratungkinderjugendundfamilie/lebenslicht-suizidpraevention/lebenslicht-suizidpraevention
15 Minuten
Unser zufälliger caritalks-Rückblick auf den siebten Caritaskongress. Hören Sie hier gesammelte Eindrücke vom dritten Tag des Caritaskongresses. [Infos zum Caritaskongress](https://www.caritas.de/fuerprofis/caritaskongress/caritaskongress-2026/caritaskongress-2026)
16 Minuten
„Zusammen geht was. Caritas verbindet Generation.“ Das ist nicht nur der Titel der Jahreskampagne der deutschen Caritas in diesem Jahr, sondern auch der Titel des siebten Caritaskongresses, der in Berlin auf dem EUREF Campus vom 24. bis 26. Juni stattfindet. Heute am zweiten Tag des Kongresses wurde intensiv inhaltlich gearbeitet. Caritasverbände, Dienste und Einrichtungen der deutschen Caritas hatten vorher Themen eingereicht und in 39. Sessions zur Diskussion gestellt. caritalks-Reporter Christoph Grätz ist auf Stimmenfang gegangen und hat in den Pausen, auf den Kongressfluren, in den Raucherzonen und an der Cafébar Gäste nach ihren Eindrücken dieses zweiten Kongresstages befragt. Infos zum Caritaskongress https://www.caritas.de/fuerprofis/caritaskongress/caritaskongress-2026/caritaskongress-2026
15 Minuten
#120 caritalks – Rocken ohne Vorurteile Ein Besuch bei der inklusiven Band „Die Heuler“ in Oberhausen Jeden Montag von 14 bis 16 Uhr musizieren im Gruppenraum der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch Erkrankte (KOBS) der Caritas Oberhausen bis zu 20 gesangs-und musikbegeisterte Menschen. Menschen mit psychischen Einschränkungen, aber auch Nachbarn aus dem Stadtteil, die einfach gerne singen und musizieren. Fünf Gitarren, ein Piano und verschiedenste Percussion-Instrumente, wie Schellenringe, Tamburine und Congas stehen bereit für die Musikerinnen und Musiker. „Take Me Home, Country Roads“ - damit fängt die Probe an. Norbert Nilkens, der Ende der 80er Jahre die Gruppe ins Leben gerufen hat, zählt vor: „One two, one two three…“ – und los geht‘s. Nilkens war bis vor sieben Jahren noch Leiter der KOBS und begleitet die Heuler ehrenamtlich an der Gitarre. Begeistert singen und musizieren die elf anwesenden Musiker und Musikerinnen und man fühlt deutlich, hier herrscht ein besonderer Spirit; Gemeinschaft und Spaß stehen im Vordergrund. Sebastian Secker, der die Gruppe von Seiten der Caritas begleitet, sagt: „Ich freue mich jeden Montag auf die Heuler, weil in keiner anderen Gruppe, wird so viel gelacht. Die Themen, mit denen ich sonst zu tun habe, sind eher schwererer Natur.“ Secker ist Drummer in einer Band, bei den Heulern spielt er Klavier und Gitarre. Wer hier hinkommt, ist herzlich willkommen. Norman, der mit seinem Hund Pablo gekommen ist und Gitarre spielt, sagt: „Beim Singen denke ich nicht so sehr an Probleme, es befreit mich und ich mag die Gemeinschaft hier.“
28 Minuten
Nicht immer ist mit einer Schwangerschaft nur Freude verbunden. Gerade wenn das Geld knapp ist oder eine Beziehung kriselt, wachsen mit dem Babybauch auch die Sorgen. Caritas und katholische Fachverbände wie der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) können helfen mit ihren Angeboten der Schwangerschaftsberatung. Die Beratung ist kostenfrei und steht allen offen. „Oft geht es bei uns darum, sich in der neuen Situation erstmal zu ordnen“, sagt Daniela Vogel, Schwangerschaftsberaterin beim SkF Dülmen-Coesfeld. Die Sozialarbeiterin hilft werdenden Eltern beispielsweise dabei, Anträge für finanzielle Unterstützung zu stellen, klärt über Elternzeit und Elterngeld auf und berät auch bei Beziehungsproblemen. Ein besonderes Angebot der Schwangerschaftsberatung in Dülmen-Coesfeld ist der Schwerpunkt der Sexuellen Bildung. Die Mitarbeiterinnen besuchen Schulen und bieten Jugendlichen Raum, um über Sexualität zu sprechen: Menstruation, Verhütung, Selbstbestimmung im Internet. Dass diese besonderen Beratungsangebote, zu denen beispielweise auch die Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik gehört, aufrechterhalten und auch ausgeweitet werden, ist für Elena Monin, Referentin für Schwangerschaftsberatung im Caritasverband für die Diözese Münster, eine wichtige Perspektive. Was viele nicht wissen: Auch wenn das Kind da ist, stehen die Beraterinnen den Familien noch bis zum dritten Lebensjahr des Kindes zur Seite. Zum Angebot der Schwangerschaftsberatung Dülmen-Coesfeld gehören Gruppen, bei denen sich regelmäßig Mütter mit Neugeborenen treffen, um Kontakte zu knüpfen und um den Beraterinnen Fragen zum richtigen Umgang mit dem Baby zu stellen. „Werdende Mütter und insbesondere die Kinder benötigen Unterstützung für einen guten Start ins Leben“, betont Elena Monin. Daniela Vogel, Schwangerschaftsberaterin beim SkF Dülmen-Coesfeld, und Elena Monin, Referentin für Schwangerschaftsberatung im Caritasverband für die Diözese Münster im Gespräch mit caritalks Moderatorin Juliane Büker. Mehr zum Thema: Die Schwangerschaftsberatung des SkF Dülmen-Coesfeld: https://www.skf-duelmen.org/dienste/schwangerschaftsberatung Infos „Schwangerschaft und Familie“ des Caritasverbandes für die Diözese Münster: https://www.caritas-bistum-muenster.de/aktuelles/themen/schwangerschaft-und-familie/schwangerschaft-und-familie
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Über diesen Podcast

caritalks ist der Podcast zu sozialen Themen der Caritas in NRW, nicht nur für Führungskräfte der Sozialwirtschaft. In regelmäßigen Episoden berichten wir über Themen aus unserem Netzwerk. Wir bereiten Informationen, Perspektiven und Argumente aus der sozialen Arbeit auf. Wir führen Gespräche mit Expertinnen und Experten des sozialen Sektors und berichten von Projekten und Veranstaltungen. caritalks ist Teil der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit der fünf Diözesan-Caritasverbände in Nordrhein-Westfalen.
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