Podcaster
Episoden
02.06.2026
15 Minuten
Dorothee Jacobi (73) leitet seit fünf Jahren ehrenamtlich bei den Maltesern Benimm-Kurse für Jugendliche – und seit kurzem auch für Kita-Kinder. Das Konzept hat die pensionierte Grundschulleiterin selbst mitentwickelt. Darin spielen zwei Handpuppen die Hauptrolle – Emil und Lotta. „Dankeschön und Bitte sehr – diese Worte fallen nicht schwer. Es tut mir leid, Entschuldigung – Ein Zauberwort für Alt und Jung.“ Beim Benimm-Rap sprechen und klatschen die Vorschulkinder der evangelischen Kita Kindervilla in Essen-Steele begeistert mit. Emil und Lotta machen es vor. Dass hinter den beiden Handpuppen Dorothee Jacobi (73) und Christine Bröring (73) sitzen, die Emil und Lotta Leben einhauchen, scheinen die Kinder gar nicht wahrzunehmen. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich voll und ganz auf das Spiel des frechen Emils und seiner besten Freundin Lotta, die sich streiten und wieder versöhnen, über Tischmanieren diskutieren und Gesprächsregeln aushandeln. Immer wieder schalten die Kinder sich ein und geben den Puppen Tipps, wie sie gut miteinander auskommen können. Ehrenamtliche leiten Kurse Derzeit 27 Ehrenamtliche geben jährlich im Durchschnitt 35 Kurse mit maximal 12 Teilnehmenden – hauptsächlich an Berufsschulen sowie Haupt- und -Realschulen. Kitas bilden noch einen geringen Anteil. Denn ursprünglich war die Idee der Benimmkurse, junge Menschen auf den Eintritt ins Berufsleben vorzubereiten und ihnen den Start in die Welt der Erwachsenen zu erleichtern. Malteser im Bistum Essen Die Malteser gehören zum Caritasnetzwerk im Bistum Essen. Neben dem Rettungsdienst und Katastrophenschutz sind sie Träger von Diensten der Altenhilfe und bieten zahlreiche Projekte und Engagementmöglichkeiten für junge Menschen an. Für die Benimmkurse werden fortlaufend Ehrenamtliche und Sponsoren gesucht. Infos zu den Maltesern im Bistum Essen https://www.malteser.de/standorte/malteser-im-bistum-essen/
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22.05.2026
15 Minuten
In der caritalks-Episode 116 haben wir schon über das Wellcome-Projekt berichtet. Wir sprachen mit Diane Nottbohm, die die Arbeit in Oberhausen koordiniert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht hier die praktische Hilfe für Familien nach der Geburt eines Kindes. Diese Hilfe wird von Ehrenamtlichen geleistet, die über die Wellcome-Koordinatorinnen vermittelt und begleitet werden. Eine Ehrenamtliche, die das tut, ist Gabriele Hömig-Kaspar. Die 67-Jährige kümmert sich ein- bis zweimal in der Woche jeweils für ein paar Stunden um die kleine Tilda und entlastet dadurch die junge Familie. Sie ist eine von 15 „Wellcome-Engeln", die in Oberhausen ein- bis mehrmals in der Woche die Sorge um ein neugeborenes Kind übernehmen und so den Eltern Freiräume schaffen. Wie wichtig das ist, erzählt Felix, der Papa der kleinen Tilda, in dieser Episode. Felix ist Ingenieur und gelegentlich zu Auslandsaufenthalten unterwegs, sodass die Sorge um die kleine Tilda für ihre Mama schon sehr fordernd sein kann. Zumal die Großeltern weit entfernt wohnen und nicht „mal eben" unkompliziert einspringen können. Wie gut, dass es Gabriele Hömig-Kaspar gibt, die dann mit der Kleinen auf den Spielplatz geht, Ausflüge unternimmt oder sie mit ihren Enkeln spielen lässt. Hömig-Kaspar ist Rentnerin, hat lange als Krankenschwester und später in der Reisebranche gearbeitet und ist die Arbeit mit Menschen gewohnt. Die dreifache Oma genießt es, außer bei ihren Enkelkindern auch bei der kleinen Tilda zu erleben, wie sie sich entwickelt. Personen: Gabriele Hömig-Kaspar ist dreifache Oma und Mutter zweier Kinder ist vielfach ehrenamtlich engagiert: Sie betreut eine weitere Familie und ist Lese-Oma in einer Schule. Sie hat 18 Jahre als Krankenschwester gearbeitet und als Reisekauffrau ein Reisebüro geleitet. Wellcome: Wellcome bietet neben der praktischen Hilfe nach der Geburt eine Online-Plattform für pädagogische Beratung, Übernachtungsmöglichkeiten für Elternteile, die nach einer Trennung in räumlicher Distanz zu ihren Kindern leben, und in Einzelfällen finanzielle Hilfen für Familien in Not. Weitere Infos: https://www.wellcome-online.de/ Ehrenamt gesucht? www.caritas-ehrenamtsportal.de
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11.05.2026
11 Minuten
Kindern geht es nur gut, wenn es auch den Eltern gut geht. So lautet die Leitidee des Sozialunternehmens „Wellcome". Die Caritas Oberhausen ist, gemeinsam mit dem Evangelischen Familien- und Erwachsenenbildungswerk, einer von über 200 Wellcome-Standorten im deutschsprachigen Raum. Diane Nottebohm von der Caritas und ihre Kollegin Ille Lauterfeld koordinieren die Arbeit von Wellcome in Oberhausen. 15 ehrenamtliche „Wellcome-Engel" übernehmen stundenweise ein- bis mehrmals in der Woche die Sorge um das Kind und schaffen so den Eltern Freiräume. Christoph Grätz hat Diane Nottebohm besucht. Sie berichtet, wie Ehrenamtliche Familien bis etwa ein Jahr nach der Geburt begleiten und entlasten. Wellcome setzt als präventive Hilfe ein, bevor größere Probleme entstehen, und ergänzt andere Frühe Hilfen des Jugendamts sowie die Schwangerenberatung und Erziehungsberatung der Caritas. Die Wellcome-Hilfen Von der Hamburger Zentrale aus werden weitere Angebote koordiniert: digitale Elternabende und pädagogische Beratung (Onlineplattform ElternLeben) sowie Übernachtungsmöglichkeiten für Elternteile, die nach einer Trennung in räumlicher Distanz zu ihren Kindern leben (Bereich Kindwärts). Finanzielle Unterstützung durch Gutscheine – für Kleidung, Ausstattung, zum Schulstart und zu Weihnachten – ist über den Wellcome-Spendenfonds ebenfalls möglich. Infos zu Wellcome https://www.wellcome-online.de/
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10.04.2026
15 Minuten
Beim monatlichen Erzählcafé in St. Mariä Himmelfahrt stehen Spaß und Gemeinschaft im Vordergrund. Ältere Menschen, die im Alltag oft isoliert und einsam sind treffen sich hier zum Klönen, Zuhören und Singen. Christoph Grätz hat mit der Initiatorin Ursula Stauf und zwei Besucherinnen des Erzählcafes gesprochen, Gertrud Finke (90) und Hildegard Breuer (88). Ursula Stauf ist eine, die anpackt, die weiß, wo anderen der Schuh drückt. Sie sprüht vor Ideen, wenn es darum geht, auf Hilfegesuche, akute Notlagen oder Probleme Antworten zu finden. „In Altendorf gibt es viele ältere Menschen, die einsam sind, denen jemand zum Reden fehlt. Vor allem nach Corona war das spürbar“, erzählt die 70-Jährige von den Anfängen des Erzählcafés. Jeden 3. Mittwoch im Monat öffnet das Erzählcafé im Marienheim, dem Gemeindesaal von St. Mariä Himmelfahrt, um 14.30 Uhr seine Pforten. Manche der Gäste werden gebracht, viele kommen mit dem Rollator oder der Unterstützung von Freunden und Nachbarn. Die Tische sind liebevoll und farbenfroh dekoriert mit geblümten Tischdecken sowie Narzissen und Primeln. Auf jedem Teller liegt bereits ein Streusel-Hefegebäck und ein Keks – natürlich selbstgebacken. Das alles geht nur mit tatkräftiger Unterstützung der vielen Helferinnen und Helfer. Während Kaffee und kalte Getränke ausgeschenkt werden, entwickeln sich an den Tischen angeregte Gespräche und ein ordentlicher Lärmpegel. Später gibt es ein Blumen-Ratespiel. Außerdem wird „Tulpen aus Amsterdam“ und „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“ gesungen und Ursula Straub erzählt von der Symbolkraft verschiedener Blumen. Das Erzählcafé ist nur eines von vielen Angeboten für den Stadtteil, wie die Caritas-Sprechstunde, wo Lebensmittelgutscheine an Menschen mit kleiner Rente oder geringem Einkommen verteilt werden. Das „Kleiderlädchen“, bietet gut erhaltene, gebrauchte Kleidung für kleine Preis an, bei einem regelmäßigen Treffen können Menschen mit Migrationsgeschichte ihre Deutschkenntnisse verbessern. Für Stauf ist es eine schöne Bestätigung, dass die Angebote der Caritas in der Gemeinde so gut angenommen werden. Aber es bleibt, so Stauf, auch eine Herausforderung, Ehrenamtliche zu motivieren und Spenden einzuwerben. Wenn Sie sich für ein Ehrenamt interessieren, schauen Sie doch mal beim Caritas Ehrenamtsportal vorbei. www.caritas-ehrenamtsportal.de Aktivitäten wie das Erzählcafé werden unter anderem aus der Sammlung von Caritas und Diakonie finanziert, die seit Anfang 2026 den neuen Namen „Füreinander. Für hier.“ trägt. Informationen zur Aktion „Füreinander. Für hier.“ https://fuereinanderhier.org/
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17.03.2026
17 Minuten
Kimi (56), der über viele Jahre seinen Vater gepflegt hat, erobert sich nun sein Leben zurück, sagt der 56-jährige IT-Spezialist, der lange keine Zeit für Hobbies hatte. Er ist leidenschaftlicher Kleidertausch-Besucher und genießt es hier Gleichgesinnte zu treffen. Denn es ist auch eine eingeschworene Gemeinschaft, die Kleidertauschbörsen besucht. So freut er sich besonders, dass heute Romina (29) hier ist. Die Bochumerin erzählt, dass sie es als „kleine Schwester“ von zu Hause aus gewohnt sei, Gebrauchtkleidung zu tragen. In der Alten Lohnhalle der ehemaligen Zeche Holland veranstaltet youngcaritas Ruhr-Mitte mehrmals im Jahr den Kleidertausch. Die Gäste bringen gut erhaltene Gebrauchtkleidung mit und können sich aus den zusammengetragenen Kleidungsstücken wieder Stücke mit nach Hause nehmen. Anna Brodowski (29) hilft heute in der Alten Lohnhalle aus, denn hier werden viele helfende Hände gebraucht, die die Kleidung der Besucher*innen annehmen und auf die bereitgestellten Kleiderständer und Tische verteilen. Jaqueline Langer (27), die bei der Caritas Ruhr-Mitte die Aktionen von youngcaritas koordiniert erklärt den Ansatz des Projektes: „Eine nachhaltige Aktion für ein Umdenken und gegen den Wahnsinn, dass in unserer Wohlstandsgesellschaft ungetragene Kleidung in Ländern des Südens vernichtet wird und dort massive Umweltzerstörung verursacht.“ Youngcaritas wer oder was ist das? Das sind Gruppen von jungen Menschen, die sich mit kreativen Aktionen und Projekten für andere einsetzen und so den Gedanken der Caritas leben. Mittlerweile gibt es youngcaritas-Gruppen an über 80 Orten bundesweit. Neben Fragen der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit steht der Umweltschutz dabei ganz weit oben auf der Todo-Liste. Junge Menschen, die sich sozial engagieren wollen, sind bei youngcaritas genau richtig. Infos zu youngcaritas https://www.youngcaritas.de/ Außerdem finden Interessierte ein Ehrenamt über das Caritas Ehrenamtsportal https://caritas-ehrenamtsportal.de/ Weitere Termine KLEIDERTAUSCH - ALTEN LOHNHALLE WATTENSCHEID - SONNTAGS, 11 - 15 UHR 21. Juni 2026 13. September 2026 29. November 2026
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Über diesen Podcast
caritalks ist der Podcast zu sozialen Themen der Caritas in NRW,
nicht nur für Führungskräfte der Sozialwirtschaft. In regelmäßigen
Episoden berichten wir über Themen aus unserem Netzwerk. Wir
bereiten Informationen, Perspektiven und Argumente aus der sozialen
Arbeit auf. Wir führen Gespräche mit Expertinnen und Experten des
sozialen Sektors und berichten von Projekten und Veranstaltungen.
caritalks ist Teil der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit der fünf
Diözesan-Caritasverbände in Nordrhein-Westfalen.
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