Papier bleibt – selbst im „papierlosen Büro“: Thomas Gillesberger über Hasen-Zeichenblöcke, Automatisierung & echte Nachhaltigkeit bei Formatwerk
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Beschreibung
vor 4 Monaten
„Seit 20–25 Jahren wird uns das papierlose Büro versprochen –
geben wird’s das nicht“, sagt Thomas Gillesberger,
Geschäftsführer von Formatwerk. Warum? Weil Menschen Gedanken
festhalten wollen. Selbst Programmierer:innen, erzählt er,
verbrauchten in einer Uni-User-Group die meisten Blöcke: erst
skizzieren, dann coden. Mit diesem Pragmatismus führt Formatwerk
– bekannt für den legendären „Zeichenblock mit dem
Hasen“ – die Papierwelt in die Gegenwart: produziert in
Österreich, hochautomatisiert, energieeffizient und mit einem
Team, das lieber entscheidet und anpasst, als stur einem Plan
hinterherzulaufen.
Worum es geht (erzählt):
Thomas nimmt uns mit in eine Branche zwischen Mythos „papierlos“
und sehr realer Nachfrage: Schulhefte, Blöcke, Büro-Papiere –
beschreibbare Produkte, die bleiben. Formatwerk ist Österreichs
größter Anbieter in diesem Segment, zählt zu den Größten Europas
und beliefert neben Österreich und Deutschland u. a. Skandinavien
und die Schweiz (auch als Private Label). Der Standort blieb
bewusst in Österreich: Ein Management-Buy-out stoppte einst die
Verlagerung ins Ausland – stattdessen investierte man über Jahre
in Automatisierung und verdoppelte so den Output
bei ähnlicher Belegschaft. Parallel hat man Nachhaltigkeit nicht
nur deklariert, sondern gemacht: Photovoltaik,
Umstieg von Öl auf Hackschnitzel-Heizung, viele
Effizienzprojekte – der CO₂-Fußabdruck wurde massiv gedrückt und
ist heute sauber mess- und berichtbar.
Wir sprechen über die Folgen neuer Regeln (Stichwort
EUDR): Wie Compliance, Reporting und IT-Systeme
Personal binden, warum vieles an der Lieferkette hängt – und
weshalb KMU oft früher liefern (müssen) als Konzerne. Dazu kommt
Kultur: Nach dem Zukauf eines deutschen Werks prallten
hierarchische Gewohnheiten auf Formatwerks „entscheiden –
lernen – korrigieren“-Ansatz. Heute gilt:
Team-Fit vor CV-Glanz, Entscheidungen werden
schriftlich gemacht und geteilt (damit’s nicht beim Kaffee
„verschwindet“), und Führung heißt zuhören,
nicht micromanagen. Thomas’ Weg aus der Gastro hat ihn geprägt:
Leistungsbereitschaft, Service-Mindset, schnell Beziehungen
aufbauen – und das Talent, „sprechdenkend“ Ideen zu entwickeln,
ohne das Team zu überfahren.
Zum Schluss geht’s um Zukunft: Der geordnete
Generationen- und Rollenübergang ist
eingeleitet, ein Strategie- und Markenprozess läuft,
Ziel-Organigramme bis 2030 sind skizziert. Wenn die neuen
Produkt- und Marktideen in den nächsten 12–15 Monaten in weiteren
Ländern landen und tragen, dann – so Thomas – geht’s mit einem
breiten Lächeln in die Feiertage.
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