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  4. Verkauft für eine Kuh – das Leben der Ida Berger
Ida Berger wird als Verdingkind auf einen
wildfremden Bauernhof im Bernbiet geschickt – und mit
18 zur Heirat gezwungen. Tochter Verena ist geprägt
vom beschwerlichen Leben ihrer Eltern und macht sich
auf, den negativen Kreislauf zu
durchbrechen. 

Als drittes von zwölf Kindern kommt Ida Berger
während des Zweiten Weltkriegs in einer armen
Bauernfamilie zur Welt. Schon früh muss sie schwere
Arbeiten übernehmen. Eines Tages gibt ihre Mutter sie
einem fremden Bauern mit – als Verdingmädchen. Der
Vater erhält für seine zwölfjährige Tochter eine neue
Kuh, da seine eigenen Tiere einer Seuche
erliegen. 

Weit weg von zuhause arbeitet Ida von früh bis spät,
hat Hunger und trägt immer dasselbe Kleid. Mit
16 wird sie vergewaltigt und schwanger. Ihr Kind wird
zur Adoption freigegeben. 

Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt. Ida strahlt
ein solche Zufriedenheit aus, trotz all dem Leid,
welches sie erlebt hat.

FENSTER ZUM SONNTAG-Zuschauer

Kaum ist Ida zurück auf dem elterlichen Hof, gibt man
sie erneut weg, da ihr Vater Schulden hat: Sie muss
auf einer abgelegenen Alp alleine für 100 Rinder
sorgen. Zur Unterstützung schickt man ihr einen
Knecht – mit dem sie zwangsverheiratet wird. 

Verena Geissbühler wächst als eines von vier Kindern
in diesem Umfeld auf. Geprägt von den Brüchen ihrer
Eltern, nimmt sie als Erwachsene Hilfe in Anspruch.
Heute ist Verena psychosoziale Beraterin und hilft
anderen, ihre Traumata zu bewältigen. Verena und ihre
Mutter Ida haben seither einen heilsamen Weg der
Verarbeitung eingeschlagen: «Die Narben bleiben –
aber sie müssen nicht mehr wehtun.» 

Am Drehtag - Impressionen

Kurztext zum Leben von Ida Berger
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„Verkauft für eine Kuh – das Leben der Ida Berger“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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