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  4. "Eine gemeinsame Zukunft gestalten" - Sonja Lahnstein im Gespräch
Nein, wehrt Sonja Lahnstein ab, ihr jahrzehntelanger Einsatz für
den Dialog von Israelis und Palästinensern sei trotz des
grauenvollen Hamas-Überfalls am 7. Oktober 2023 nicht für die Katz
gewesen. „Weil alle meine Engagements und was real vor Ort in
Israel im Sinne von Verständigung zwischen Juden und Palästinensern
stattfindet weitergeht.“ Sowohl ihre Dialogreihe „Bridging the Gap“
als auch das Kinder- und Jugend-Kulturprogramm „step21“ am Israel
Museum in Jerusalem liefen unbeeindruckt vom Krieg im Gazastreifen
weiter, betont die 1950 in Zagreb geborene Volkswirtin. „In Israel
gibt es eine extrem starke Zivilgesellschaft, die immer noch frei
ist. Ich würde gern in Deutschland sehen, dass wir gegen die AfD,
die Linksextremisten oder die Islamisten solche Demonstrationen
haben, wie sie jeden Samstag in Israel stattfinden. Seit Monaten.
Davor schon seit Jahren gegen das Bestreben der Regierung,
demokratische Institutionen zu schwächen.“

Sonja Lahnstein, die sich selbst als säkulare Jüdin bezeichnet,
beklagt im Gespräch mit Jürgen Deppe, dass der deutsche Blick auf
Israel sehr auf die amtierende Regierung verengt sei. „Es macht
jüdischen Menschen in Deutschland das Leben seit dem 7. Oktober
sehr schwer, dass sie in Haft genommen werden für die israelische
Regierung.“ Gerade in den Bereichen Kultur und Wissenschaft führe
das zu eindeutigem Antisemitismus, der sich in der Ausladung
jüdischer Künstler oder Nicht-Berücksichtigung israelischer
Wissenschaftler zeige. „Es geht hin bis zum offenen Judenhass, der
praktisch wieder normal ist.“
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„"Eine gemeinsame Zukunft gestalten" - Sonja Lahnstein im Gespräch“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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