"Einige Arten zu lieben" – Uwe Kullnick spricht mit Wiebke Meier (Übers.) über Charlotte Mew – Hörbahn on Stage

"Einige Arten zu lieben" – Uwe Kullnick spricht mit Wiebke Meier (Übers.) über Charlotte Mew – Hörbahn on Stage

1 Stunde 10 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten

"Einige Arten zu lieben" – Uwe Kullnick spricht mit
Wiebke Meier (Übers.) über Charlotte Mew – Hörbahn on
Stage


(Lesung: Hördauer ca. 10 Minuten) (Gespräch: Hördauer ca. 60
Minuten)





Charlotte Mew war eine der ungewöhnlichsten
Schriftstellerinnen ihrer Zeit, wurde von Zeitgenossen hoch
geschätzt – und dann vergessen. In England inzwischen
wiederentdeckt, blieb sie hierzulande praktisch unbekannt. Dieser
Band versammelt ihre eindrucksvollsten Erzählungen erstmals in
deutscher Sprache. Sie reichen von surrealen Phantasien bis zu
Geschichten von menschlichen Extremerfahrungen, erzählt in einem
Ton, der zart und stark zugleich ist und gerade in dieser
Mischung elektrisiert. Um die Liebe, ihre Schattierungen und ihre
Gefährdungen geht es in diesen Erzählungen von Charlotte Mew, um
Glaube und Tod, um das Ausgestoßensein aus der Gesellschaft und
die Fragilität der menschlichen Existenz. Fast immer stehen
weibliche Figuren im Mittelpunkt, und die Geschlechterrollen
geraten ins Wanken. Diese Geschichte sind so auch ein Spiegel der
zeitgenössischen Debatten über Machtstrukturen in Ehe und Familie
und die sexuellen Freiheiten der Frau. Die Intensität des
menschlichen Mitgefühls, das aus ihren Texten spricht, ist
überall gepaart mit einer hellwachen Beobachtungsgabe. Mit
Charlotte Mew ist eine große literarische Stimme
wiederzuentdecken, die zwischen viktorianischem Zeitalter und
literarischer Moderne steht und heute wieder direkt zu uns
spricht.





Charlotte Mew (1869–1928) wurde in London
geboren, wo sie nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam mit ihrer
Mutter und einer Schwester in beschränkten Verhältnissen lebte –
in Sichtweite des literarischen Establishments von Bloomsbury.
Ihre hochgespannte Prosa und die ungewöhnliche, experimentelle
Form ihrer Gedichte lassen sie wie aus der Zeit gefallen
erscheinen. Ein Jahr nach dem Tod ihrer Schwester nahm sie sich,
schon lange psychisch gefährdet, das Leben.





Wiebke Meier übersetzt literarische Texte und
Sachbücher aus dem Englischen und war Lehrbeauftragte im
Studiengang Literarisches Übersetzen an der Ludwig-Maximilians-
Universität München. 2017 erhielt sie den Paul Scheerbart-Preis
der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung für den Band "Picknick
in der Nacht" von Charles Simic.





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Moderation, Redaktion und Realisation Uwe
Kullnick

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