Interview: Philip Siefer über das Scheitern von New Work

Interview: Philip Siefer über das Scheitern von New Work

1 Stunde 4 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten
"Du tust etwas, was noch keiner vor dir getan hat", sagt Philip
Siefer, wenn er über die Idee bei Einhorn spricht. Der
extrovertierte Kondom-Hersteller probiert viel. Er macht ein
Angebot, Arbeit neu zu interpretieren. 32-Stunden-Woche,
Null-Bock-Tage, beliebig viel Urlaub und einen Gehaltsrat. Was
bleibt nach zehn Jahren? Und wer? Mit dem Begriff "New Work" lässt
sich vieles meinen. Nichts davon hat das Berliner Einhorn noch
nicht probiert. Ein Kreuzworträtsel im Bewerbungsprozess haben
tausende Leute versucht zu lösen. Wie kommt man auf sowas? "In
Studien ist nachgewiesen, dass Leute im Vorstellungsgespräch alle
lügen", begründet der Chief Visionary Officer. Wir haben verlernt,
einander Freiheiten einzuräumen. Der "sterile Raum", sagt Philip,
geißelt die kreativen Potenziale. Obwohl irgendwelche "Arschlöcher
die ganze Zeit Greenwashing" machen, findet er das sogar gut. Im
Kreuzberger Hinterhof schleicht sich nämlich aktuell das Risiko ein
"in schöner Nachhaltigkeit zu sterben". Ein launiges Gespräch über
Spielplätze, Gummizellen, sterbende Automarken und vor allem eines:
Die Tücken von New Work. In guten wie in schlechten Zeiten. Denn
Einhorn hat drei Jahre rote Zahlen hinter sich – und wir haben uns
gefragt, woran das liegt.

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