#281 Warum der Alaska-Gipfel ein Meisterstück russischer Diplomatie war

#281 Warum der Alaska-Gipfel ein Meisterstück russischer Diplomatie war

vor 10 Monaten
Was bleibt vom Alaska-Gipfel zur Ukraine? Ex-General Bühler bedauert, dass Russlands Präsident Putin den US-Präsidenten über den Tisch gezogen habe und man weiter auf einen Waffenstillstand warte.
1 Stunde 25 Minuten
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Beschreibung

vor 10 Monaten
Am 15. August 2025 fand auf einer US-Militärbasis in Alaska das
USA-Russland-Gipfeltreffen zwischen Trump und Putin statt. Das
Fazit von Ex-General Erhard Bühler ist ernüchternd: Gut, dass man
miteinander geredet habe, aber der Gipfel habe substantiell nichts
gebracht. Die Ukrainer mussten stattdessen mit ansehen, wie
US-Präsident Trump über den Tisch gezogen worden sei. Er habe
zugelassen, dass der russische Präsident Putin auf der Weltbühne
zurück sei. Putin habe in seiner Rede behaupten können, dass die
Europäer, Ex-US-Präsident Biden und die Ukraine selbst Schuld am
Krieg seien. An dieser kurze Rede sei tagelang im Kreml gefeilt
worden. Sie sei ein Meisterstück der russischen Diplomatie. Putin
spiele mit Trump und er spiele auf Zeit.

Bühler hält die Skepsis darüber für berechtigt, ob es tatsächlich
demnächst ein Dreiertreffen zwischen Putin und Selenskyj mit Trump
geben werde. So etwas müsse eigentlich mit zahlreichen bilateralen
Treffen vorbereitet werden. Ein Deal unter vier oder sechs Augen
sei nicht belastbar. Die Diskussion über eine Friedenstruppe und
eine deutsche Beteiligung hält Bühler für verfrüht und nicht
hilfreich. Ein tragfähiger Waffenstillstand sei Grundvoraussetzung
und nicht absehbar.

Im Podcasts geht es auch um das aktuelle Kriegsgeschehen. In der
vorigen Nacht hatte es schwere Luftangriffe der Russen mit rund 600
Flugkörpern gegeben. Der Krieg am Boden gehe an bekannten
Brennpunkten wie der Sumy-Region und bei Charkiw weiter. Bei
Pokrowsk gelingt es der russischen Armee zunehmend, den Ring um die
Stadt zu schließen. Stichwort "Flamingo": Bühler erklärt, was er
über den neuen Marschflugkörper der ukrainischen Armee weiß.

Zu Gast im Podcast ist ARD-Korrespondent Nils Bula. Er erzählt, was
er in Kiew und Odessa erlebt, wie die Menschen mit den nächtlichen
Dauerangriffen umgehen. Viele Ukrainer suchten bei Luftalarm oft
keinen Schutz mehr, weil sie auch schlafen und den Alltag meistern
müssten. Die Luftangriffe machten die Menschen mürbe, sie wollten
sich aber Russland nicht unterwerfen. Von einer Befreiung der Krim
sei aber auch nicht mehr die Rede.

Und ein Tipp: MDR-Schwerpunkt zum Zivilschutz:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/zivilschutz-bevoelkerungsschutz-warnen-katastrophenschutz-hilfe-100.html


Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de, oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste
Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 26. August 2025
geplant.
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