Utopien für Europa – Zukunft gestalten statt nur reagieren!
17 Minuten
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Beschreibung
vor 5 Monaten
In der letzten Episode unserer Podcast-Reihe „der Weg zur
wasserintelligenten Stadt” richten wir den Blick über technische
Lösungen hinaus und wenden uns gesellschaftlichen Visionen zu.
Wie können wir unter den Bedingungen des Klimawandels weiterhin
gut leben, mobil sein, bauen und Ressourcen gerecht verteilen?
Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat dazu vier
Zukunftsszenarien entwickelt, die wir in dieser Folge diskutieren
werden.
Warum benötigen wir Utopien? Sie helfen, den Möglichkeitsraum zu
erkunden und konkrete Handlungsoptionen zu erkennen. In ihrem
Foresight-Report Imagining a sustainable Europe in
2050 zeigt die EEA, wie sich Europas zentrale Systeme –
Ernährung, Mobilität, Energie und Städtebau – unter verschiedenen
Impulsgebern entwickeln könnten.
Es gibt vier mögliche Wege in die Zukunft: Ob Staat, EU,
Wirtschaft oder Zivilgesellschaft – jede Akteursgruppe bringt
eigene Stärken und Herausforderungen mit. Die Szenarien reichen
von staatlich kontrollierter Nachhaltigkeit und EU-weiter
Top-Down-Governance bis hin zu innovationsgetriebener
Kreislaufwirtschaft und lokalem Handeln durch die
Zivilgesellschaft.
Was bedeutet das konkret?
Lebensmittelversorgung: Staatlich regulierte Preise
sichern die Versorgung, wirken jedoch bürokratisch. Unternehmen
setzen auf urbane, vegane Produktion mit innovativen Methoden.
Die Kreislaufwirtschaft macht Umweltkosten sichtbar, schafft
aber auch soziale Spannungen. Die Zivilgesellschaft fördert die
Selbstversorgung durch gemeinschaftlichen Anbau und
Tauschsysteme.
Mobilität: Die Staaten entwickeln sozial gerechte und
autonome Verkehrssysteme. Die EU legt den Fokus auf
Barrierefreiheit und eine faire Verteilung. Die
Kreislaufwirtschaft ermöglicht regionale Logistiklösungen mit
ökologischer Preisgestaltung. Zivilgesellschaftliche Ansätze
fördern emissionsfreie Mikromobilität und solidarische
Sharing-Konzepte.
Stadtentwicklung: Der Staat setzt auf Renovierung und
fördert gemeinschaftliches Wohnen. Die EU reguliert den Markt
für bezahlbares Eigentum. Unternehmen treiben biophiles Design
und ressourcenschonende Architektur voran. Die
Zivilgesellschaft gestaltet naturverbundene, kooperative
Nachbarschaften.
Wir nehmen mit, dass die Wahrheit nicht in einem einzigen Modell
liegt, sondern in der Kombination. Staatliche Eingriffe,
wirtschaftliche Innovationen, EU-weite Regulierung und
zivilgesellschaftliches Engagement sind gemeinsam gefragt, um
eine resiliente und gerechte Zukunft zu gestalten.
Diese Folge lädt dazu ein, über die eigene Rolle nachzudenken:
Wie wollen wir morgen leben – und was können wir heute dafür tun?
Viel Spaß beim Zuhören!
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